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Nockenwelle M20B20 katlos, was zusätzlich erneuern?


Marius M aus M
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Hey Leute, 

 

mir ist aufgefallen, dass mein M20 nicht sauber hochzieht. Im kalten Zustand ruckelt er stark, wird nach ca. 3 Minuten besser, aber verschwindet nicht ganz. Mal läuft er fast sauber, mal hat er Löcher und mal läuft er gar nicht gut. Zwischen 4500 und 5000 ist nahezu immer ein Leistungsloch, darüber kommt er aber teilweise wieder richtig gut. Der Leerlauf ist rauer, als man es vom 6-Zylinder kennt, am Auspuff klingt er aber ganz gleichmäßig.

Er hat keine aussetzenden Zylinder, nur Leistungslöcher/weniger Leistung.

Fühlt sich ein wenig an wie bei einer defekten Klopfregelung, bei der der Zündzeitpunkt zeitweise zurückgenommen wird - nur dass der wohl keine Klopfregelung hat, oder wie wenn der Benzindruck nicht passt. 

 

Zündgeschirr und Zündundsteile neu, keine Falschluft vorhanden.

 

Leider hab ich jetzt entdeckt (natürlich bei der Kontrolle nach dem Zahnriemenwechsel und nicht davor), dass meine Nockenwelle Einlaufspuren hat. Er bekam auch mal 2 neue Kipphebel und ne neue Zahnriemenverkleidung (die aus Aluguss), ich geh von nem Zahnriemenriss in grauer Vorzeit aus. Ich schätze die Einlaufspuren auf 2/10mm.

 

Ventilspiel hab ich nicht gemessen, musste leider runter von der Bühne und hab das Auto in den folgenden 3 Tagen benötigt, das Alltagsauto stand 200 km weit weg. 

 

Könnten diese unregelmäßige Art von Leistungsproblemen mit der Nockenwelle zusammenhängen? Dachte immer, eine eingelaufene Nocke ist halt konstant obenraus schwächer bis hin zum Zylinderaussetzen.

 

Wenn es die Nockenwelle ist, welche würdet ihr mir empfehlen? Alle Kipphebel neu? Kipphebelwellen auch neu? Was brauch ich sonst noch?

Von Febi gibts die ja schon ab 150,-

Ich hab die M20B20 Katlos-Version, mit Verteiler im Motorblock (nicht vor der Nockenwelle) und 1991 ccm Hubraum - Ist da irgendwas anders als bei den neueren M20?

 

Viele Grüße und Danke schon mal!

 

 

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Hallo!

 

Das Verhalten deines Motors ist nicht auf die eingelaufene Nockenwelle zurückzuführen. Wie Du schon richtig überlegt hast, ist die Leistung über den gesamten Drehzahlbereich einfach weniger und das Laufgeräusch des Ventiltriebs nimmt zu.

Schau' mal nach der Fördermenge der Benzinpumpe und Alter des Benzinfilters. 1L/min sollte kommen. Genauere Mengen müsstest Du im Netz erforschen oder in Reparaturleitfäden/bei BMW.

Gruß

Martin


Bearbeitet: von Russland Racing

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Hallo,

 

2/10 mm kannst Du ja nur mit dem Fingernagel fühlen. Die machen rein gar nichts aus, das ist eher normaler Verschleiß laufleistungsbedingt.

Und wenn Du dann benzinseitg schaust, kannst Du auch gleich den Druck messen den die Pumpe bringt, also vor dem Druckregler. Sind normal gute 6 bar.

 

Tschüß,

 

Bernd

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... und auch mal DME Relais und Benzinpumpenrelais prüfen (sitzen vorne im Motorraum). Als bei mir mal das DME Relais kaputt ging, ging es mit kleinerem Geruckel los, welches sich dann aber recht schnell verstärkt hat, Nach Tausch der Relais keine Probleme mehr.

 

Bei den alten Motronic-Boxen kann auch mal was nach zu löten sein.

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Hey zusammen, 

 

danke für die Antworten!

 

Ich denke, ich werde übern Winter dennoch die Nockenwelle und Kipphebel erneuern, also Kopf runter. Würdet ihr das Zeug von Febi einbauen? Oder müssen es unbedingt die schweineteuren BMW-Originalteile sein? Ich fahr ja keine 100 tkm mehr mit dem Auto, ist ein reines Sommerfahrzeug/Oldtimer.

Außerdem: Gibt es Unterschiede bei der Nockenwelle zwischen der Version mit Verteiler vorne und der mit Verteiler im Motorblock, Aufnahmen oder Ähnliches?? Haben B20 und B25 die gleichen Wellen?

 

PS: Das Laufgeräusch kann ich nich wirklich einschätzen, aber mir kommt es schon laut vor. Also im Innenraum ohne Radio mit geschlossenen Fenstern kann man ab 2000U/min ein helles Ventilklappern, dann bei höheren Drehzahlen rasseln wahrnehmen. Wenn man vor dem Motor beifahrerseitig steht, und ihn mal auf ca 3000 bringt, tut einem das im Ohr schon echt weh. Mein VW hat auch keine Hydros und klappert trotz perfektem Ventilspiel, ist aber deutlich leiser.

 

@Martin:

Das Relais hab ich mir wirklich schon angeschaut und wollte es überbrücken. Ist ein altes, längliches Benzinpumpenrelais. unter der großen Abeckung, so eines hier:

 

http://www.daparto.de/Teilenummernsuche/Herth-Buss-Elparts/75614084?kbaTypeId=150

 

Ein DME-Relais habe ich aber gar nicht, oder? (katloser 86er M20B20 in Österreichausführung). Jedenfalls sitzt das Bepurelais ganz alleine unter der Abdeckung. Und dieses wollte ich brücken zwischen Pin 30 und 87, es passiert aber nix. Hab leider keinen Schaltplan hier und auf dem Relais steht nich wirklich was. Oder geht die Brücke nur mit Zündung an? 

 

Das mit den Motronicen hab ich auch noch nich so ganz durchschaut. Ich hab angeblich eine LE-Jetronic verbaut...wodurch sie sich von einer Motronic unterscheidet, weiß ich leider nicht.


Bearbeitet: von Marius M aus M
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Da ich grade Urlaub habe, habe ich nochmal n bissl rumrecherchiert.

 

Ich kann mir immer noch keinen Reim auf meine Österreich-Ausführung machen.

Genauso wenig ist mir klar, wie viele unterschiedliche Nockenwellen vom B20 Kat/Katlos + B25 Kat/Katlos es überhaupt gibt.

 

Laut Teileprogramm haben die Nockenwelle vom

B25 immer die Teilenummer 11311716138, die vom

B20 immer die Teilenummer 11311716139. oder mit dem Zusatz Härtung 11319058572

 

Sind diese beiden Wellen die mit 254° (B25) und 260° (B20)? 

 

Von Kat-Welle oder katloser Ausführung kann ich weder beim B20 noch beim B25 was dazu finden.

 

Ebenso meinte hier mal jemand, dass die Österreich-Version vom B20 eine andere Nocke hat, weshalb er auch nur auf 120 PS kommen soll. Ich kann aber keinerlei Daten dazu finden, weiß auch nicht, ob das katlos oder mit kat war.

Das Einzige, was ich finden kann, ist das (entfallene) Zahnriemenrad der Österreichversion mit der Nummer 11311278828. Das normale Zahnriemenrad hat die Nummer 11311714988.

 

Wodurch unterscheiden sich denn bitte diese beiden Zahnriemenräder?

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Ahh...geil, das bringt Licht ins Dunkel.

 

D.h. das Blechrad war nich die Österreich-Ausführung, wie es mir das Teileprogramm sagt, sondern einfach die alte Version?

Kann das Blechrad einfach durch das neuere Sinterrad ersetzt werden, auch wenn der Verteiler im Block sitzt?

 

Zur Nockenwelle: Sind prinzipiell alle Wellen untereinander tauschbar durch die Baujahre und die Hubräume und unterscheiden sich nur in der Charakteristik? (ausgenommen die vom Eta wegen der Lageranzahl, richtig?) Welche Welle würdest du mir empfehlen für meinen? 

 

@Dantler: Das war auch mein Gedanke, aber wenn man die Schnittbilder der Riementriebe anschaut, schaut die Nocke vorne immer gleich aus. Der Finger wird wohl nur über nen 3erFlanschadapter angeschraubt übers Riemenrad...wenn ich die Bilder richtig deute

http://de.bmwfans.info/parts-catalog/E30-4-doors/Europe/320i-M20/L-M/dec1986/browse/engine/timing_and_valve_train_tooth_belt_2/

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Hallo,

 

ehrlich, die alten Teile halten länger als das Zeugs von heute. Ich würde alles drin lassen. Mach doch mal ein Video und stell es ein, vielleicht kann man da ja was raushören. Ich hab die M20 seit 1989 und kenne eigentlich den Motorlauf und höre normal wenn etwas nicht stimmt.

 

Tschüß,

 

Bernd

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Hallo zusammen, 

 

ich habe heute meinen Kopf runtergenommen, weil er echt geklappert hat und mehr als 170 nicht drin war, obwohl das Ventilspiel super eingestellt war.

Einige Nocken sind wirklich deutlich eingelaufen...ich werde ne neue Nockenwelle und neue Kipphebel verbauen. 

 

Ich bin allerdings einen Schritt weiter: Mein M20 hat 120 PS (Laut Nockenwellenrad). 

Dort steht:

Nur für Österreich-Motoren, KW 88, 2.0 K/L...was mich zu der Frage bringt, warum genau hat er 120 PS und nicht 125 oder 129? Und was bedeutet K/L?

 

Außerdem ist mir aufgefallen, dass Zylinder 6 deutlich fetter verbrennt als die anderen (Kerze ganz dunkel, obwohl neu). Zylinder 2 und 4 dagegen zu mager. 

Sind die Düsen kaputt oder nur die Dichtringe zwischen Düse und Alusitz?

20170827_142906.jpg

20170827_143254.jpg


Bearbeitet: von Marius M aus M
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Hallo,

 

die Österreich-Version wurde über diese Maßnahme gedrosselt,es kann auch sein das die Nockenwelle modifiziert wurde.

 

Zum Verbrennungsbild. Es kann sein das die Düsen unterschiedlich arbeiten. Nebenluft hat man da weniger , es sei denn der O-Ring ist völlig verschlissen.

 

Weitere Ursachen können sein , unterschiedliche Kompression , er verbrennt viel Öl in den betreffenden Zylindern.

 

 

 

MFG

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Hallo,

 

Du hättest vorher die Kompression messen sollen, und nicht gleich den Kopf runter "reißen". Die kann beim 6. Zyl. schon fehlen. Die VSD kannst Du auch gleich erneuern. Am 1. Zyl. ist gut Ölkohle zu sehen, kommt meist von verschlissenen VSD.

Leg den Kopf man auf den Kopf und schütte Benzin in den Ventilraum, dann siehst Du ob am 6. alles dicht ist.

 

Tschüß,

 

Bernd

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Hallo zusammen,

 

danke euch für die Hilfestellung!

 

Dass ich die Kompression nicht gemessen habe, war ein Fehler...Bin da einfach verwöhnt von den VW/Audi Motoren der 80er, die so gut wie nie Kompressions/Zylinderkopf/Nockenwellenprobleme haben. Da kannst fast jeden gebrauchten Kopf kaufen und ungeprüft einbauen, er funktioniert.

 

Naja, nun isser leider schon draussen.

Öl hat er ca. 0,5 Liter auf 1200 km gebraucht. Die Laufspuren in den Zylindern sahen eigentlich noch super aus, überall noch guter Kreuzschliff. Das mit der Dichtigkeitsprüfung mit Benzin am Zylinderkopf ist ne sehr gute Idee und wird gemacht!

 

Ich habe noch zwei Fragen:

-Kann man die Einspritzdüsen testen oder reinigen, um das Spritzbild zu verbessern?

-Kann ich einfach eine deutsche Nockenwelle + deutsches Sinter-Zahnriemenrad verbauen, um auf die 129 PS zu kommen?

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Hallo,

nutzt mal oben rechts die Forensuche und tipp "Einspritzventile" ein.

 

Hier mal ein Ergebniss: http://e30-talk.com/topic/201639-reinigung-und-ueberholung-von-einspritzventilen-diy/?hl=einspritzdüsen#entry1641638

 

Gruß

Jan

 

Das Leben ist wie ein Spiel,

mal verliert man

und mal gewinnen die anderen!

 

 

 

 

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Cool, auch nich verkehrt.

 

Hab mich entschlossen, auch die Kolbenringe zu machen, wenn schon mal alles offen ist.

Leider sind bei den Kolbenringsätzen keine 3-teiligen Ölabstreifringe enthalten, die man verwenden soll, wenn der Block nicht frisch gebohrt wurde.

Mahle und Goetze bieten für 70-150 euro nur 1-teilige Ringsätze an.

 

Ich wollte jetzt auch keine High-end-racing-Ringe, einfach normale für den Straßengebrauch zu nem verträglichen Kurs (das ganze Auto is eh schon teuer genug grade). Woher bezieht ihr die?

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Hallo,

 

Ja Du kannst die "deutsche Version" sprich Nockenwelle plus Rad verwenden.

 

Kolbenringe kannste mal gucken bei Autodoc , grosse Auswahl zu moderaten Preisen.

 

Goetze oder Mahle kannst nix verkehrt machen.

 

Auch die Ölabstreifringe passen sich an , dauert nur länger , da Du aber schreibst das der Hohnschliff noch vorhanden ist sollte es keine Probleme geben.

 

 

MFG

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Ah okay, es hat sich in den Anleitungen so angehört, als sollten keinesfalls die einteiligen Ringe verwendet werden, wenn man nicht frisch gebohrt hat...klang so, als würde man sonst nen Kolbenklemmer oder Riefen in der Laufbahn riskieren.


Bearbeitet: von Marius M aus M
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Hallo,

 

da brauchst Du keine Angst zu haben,der Kolben wird nicht Klemmen und Riefen bescheren die neuen Ringe auch nicht.

 

Achte beim Kauf aber darauf das Du das Standardmaß erwischt und keine Übergröße.Passiert schnell wenn man nicht genau liest.

 

Was Du auf jeden Fall brauchst ist ein Kolbenringspanner,ohne den kannst Du eine fachgerechte Montage vergessen.

 

Messe vorher sicherheitshalber noch mal nach,nicht das der Motor schon einmal Übermaßkolben bekommen hat.

 

Wichtig sind auch die Ventilführungen,sollten die Ventile schon merklich Seitenspiel haben,bringen neue Schaftdichtungen nichts.Also Prüfen und ggf. erneuern.

 

Viel Erfolg!

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Ja danke dir!

 

Wie es oft so ist, steht aktuell das Auto 200 km entfernt vom Zylinderkopf. Da der Zylinderkopf aber auch schon ne Quetschkante hat von einem wohl früheren Ventilabriss (das erklärt auch einige Austauschteile an dem Motor), könnte ich mir auch vorstellen, dass der Block schon mal gebohrt wurde und neue Übermaßkolben reingekommen sind...neue Pleuellager (allerdings STD) waren bereits verbaut. Dann allerdings dürften die Kolbenringe noch nicht verschlissen sein...und ich vermute, sie sind es.

 

Ich werde einfach mit 3 Sätzen Kolbenringen (STD, 1./2.Übermaß), neuen Pleuelschrauben und überholtem Zylinderkopf am Auto auftauchen und dann vor Ort einbauen, was eben aktuell verbaut ist.

Ich hab mir das alles irgendwie anders vorgestellt...zb. einfach nur fahren, aber das wäre ja viel zu einfach :drive:

 

Es gibt relativ günstig solche Kolbenringspanner/Zangen, mit denen sollte man zumindest einmalig zurechtkommen. Hoffe ich jedenfalls :-D

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