gestern abend gegen 20.00. ich trinke einen johanniskrauttee. 21.00 gehe ich schlafen, bzw versuche ich es es. der versuch schlägt fehl. 23.00 stehe ich wieder auf. ich koch mir einen kakao mit viel honig. 23.15 leg ich mich wieder hin. nachbars hunde fangen an zu bellen. ich mach das fenster zu. eine halbe stunde später liege ich schweißgebadet unter meiner dicken decke, es ist zu warm im zimmer. ich stecke mir ohropax ins ohr und mach das fenster wieder auf. die hunde sind trotzdem zu hören. gegen 00.30 dusel ich so langsam ein. 01.00 wache ich wieder auf. wieder eineinhalb stunden wachliegen. ich bin müde, aber nicht schläfrig. die hunde bellen immer noch. es stellt sich ein halbschlaf ein. bis kurz vor 4.00, dann klingelt der wecker. aufstehen, völlig verstrahlt einen kaffee kochen, was ich sonst nie mache. mein gesicht schmiere ich dick mit irgendeiner probe einer hautrevitalisierungscreme ein. 4.40 fahre ich los einen klassenkameraden abholen. 125kg krachen sich in meine schönen filigranen sportsitze. meine stimmung sinkt noch weiter. wir fahren weiter zu einem anderen klassenkameraden. in dessen auto gehts weiter. ich versuche etwas zu schlafen. es bleibt beim versuch. 6.45 sind wir in dresden. 7.30 folgt die einweisung. 8.00 fängt der stationsbetrieb an. ich muss als erstes zur pnematischen zentralverriegelung, auf der ein fehler aufgeschaltet ist. 50 minuten lang starre ich ahnungslos auf die zv-wand, das multimeter mehr zur show in der hand. endlich ist die zeit um. wahrscheinlich bekomme ich auf diese aufgabe 10 von 100 punkten. maximal... nächste station. am differenzial zahnflankenspiel und reibmoment messen und einstellen. haben wir zwar in der schule nie gemacht, aber diese arbeit ist eigentlich selbsterklärend. zweiter teil dieser station ist eine bremsenbeurteilung. sämtlich mögliche verschleißarten einer bremse aufzählen und messen. kann man nichts falsch machen. hab ich auch nicht. frühstückspause... ich kann nichts essen. es geht weiter mit der inspektion und dem fachgespräch. wir sollen an einem auto eine inspektion durchspielen, wo einzelne "fehleraufkleber" versteckt sind, die es anhand der inspektionsliste zu finden gilt. ich übersehe einen abgefahrenen bremsbelag und eine undichte unterdruckleitung zum bkv. schade. weiter gehts zum fachgespräch. die prüfer fragen mich über ventilspiel, bremsflüssigkeit und batterien aus. hätte man besser erklären können, aber es ging grad noch so. die 4. station beeinhaltet eine situation, in der ein kunde einen zu hohen kraftstoffverbrauch bemängelt. hals über kopf fange ich an die lambda- und motortemperaturwerte auszulesen. vllt hätte man erst mal den kunden befragen und eine sichtprüfung durchführen sollen. mist... in der selben station musste eine aufgabe mittels der [esi-tronic] gelöst werden. von den 25 minuten klicke ich planlos 15 durch die menüs, ohne etwas zu finden. plötzlich bin ich aber auf dem richtigen weg und kann gerade noch so alle aufgaben beantworten. mittagspause - essen? unmöglich... nachher sollen wir den förderbeginn einer verteilereinspritzpumpe und ventilspiel einstellen. klappt hervorragend. vorletzte station; einige messübungen und eine AU an einem opel c20ne-motor. eigentlich überhaupt nicht mein metier, aber ich habe ein gutes gefühl. bei der AU reicht das kabel von der spannungszange nicht, also krieg ich kein drehzahlsignal aufs AU-gerät. vllt hätte ich den tester einfach näher an den motor schieben sollen... egal, die erhöhte leerlaufdrehzahl kann man auch mit dem gehör bestimmen... letzte station. nochmal eine umfangreiche [esi-tronic]-aufgabe. es geht um einen e46 318d. so fällt mir die sache schonmal leichter. in den 50 minuten kann ich fast alle aufgaben lösen. jetzt ist warten auf die den "bestanden-oder-nicht-bestanden-zettel angesagt. eine stunde lang. ich versuche ein kleines nickerchen zu machen. es bleibt beim versuch... wie gehabt. die lehrer kommen rein. jeder kriegt einen zettel mit der selben aufschrift: bestanden! nach dreieinhalb jahren vollzieht sich dieser wechsel vom stift zum gesellen völlig beiläufig. aber egal, es ist geschafft und das zählt! nun bin ich ein echter kfz-mechatroniker... naja, zumindest auf dem papier.