Scheint ja den meisten Rauchern egal gewesen zu sein. Bei mindestens 25% Anteil der Raucher über 18 und bei maximal 35% Beteiligung an dem Bürgerentscheid hätte ich ein klares Nein erwartet. Aber da offensichtlich bei 38% Wahlbeteiligung 61%b für Ja waren, gibt es eigentlich nur wenige Möglichkeiten. Selbst wenn man vereinfachend annimmt, alle Nichtraucher hätten für Ja gestimmt (was sicher nicht ganz richtig ist), dann 1. viele die Raucher sind körperlich nicht in der Lage gewesen, bis zum Wahllokal zu kommen. War zumindest zu der Zeit, als ich hingegangen bin, nicht so. Manchmal hätte ich schon gerne eine Filmkamera, hätte man lustig Vorurteile bilden oder verstärken können. 2. Es gibt einen nicht kleinen Teil der Raucher, die für ein absolutes Rauchverbot gestimmt haben, müsste rein statistisch mehr 1/3 gewesen sein, im Kopf überschlagen 3. Es war dem größeren Teil der Raucher einfach egal, weil sie nicht so viel in Kneipen gehen, das sie es deswegen für Wert finden, maximal 10-20 Minuten ihrer Zeit dafür zu opfern. Was ich erstaunlich finde, nimmt man Punkt 1 und 3, dann ist es vielleicht doch nicht das Ende der Bayrischen Gastronomie. Dann dann muss man wohl davon ausgehen, das doch nicht 90% der Wirtshaus- und Volksfestbesucher die lustigen Raucher sind und nur 10% des Umsatzes von den unglaublich intoleranten Nichtrauchern stammen. zu 1: Es ist anzunehmen, wer den maximal 1km langen Weg bis ins nächste Wahllokal nicht schafft, der hat auch Probleme in die Kneipe zu kommen und dann dort auch noch nennenswerten Umsatz zu produzieren. Zu 3: Oder die Raucher frequentieren doch nicht so viel die bayrische Gastronomie, wie der versoffenere Teil der Raucher glauben mag. Eigentlich war es mir ziemlich egal, so oft gehen ich nicht in Zelte oder Raucherklubs, das es mich wirklich interessiert hätte. Als ehemaliger Raucher war ich auch nicht der Meinung, das mich das bisschen Passivrauchen deutlich mehr schädigt, als ich es davor schon getan habe. Es gibt zwei Hauptgründe, warum ich zum wählen gegangen bin: - bei dem Scheißdreck, den hier einige Raucher (und Nichtraucher) geschrieben haben, scheint es doch nötig zu sein, das ganze gesetzlich zu regulieren. - man kann der Bayernpartei natürlich weder zustimmen noch die Möglichkeit geben, sich zu profilieren. Der letzte Grund war, das Gesetz wurde damals hauptsächlich damit begründet, die Jugend vor den schlechten Beispielen schützen zu wollen. Was ja auch prinzipiell nicht schlecht ist. Dann gerade das auszunehmen (das Bierzelt), wo am Nachmittag wahrscheinlich mehr als 1/3 des Publikums unter 18 Jahre ist, ist sehr inkonsequent. Weiß auch nicht, warum man im Bierzelt rauchen können soll, aber in der Philharmonie oder im Rockkonzert nicht. Aber so ist es, wenn man sich für Wahlversprechen zu weit aus dem Fenster lehnt, das geht eben auch mal nach hinten los. Raucherklubs fand ich keine schlechte Lösung, Raucherbereiche schon. Das Volk hat gesprochen, hugh! Ich mag ja die direkte Demokratie, gerade weil sie doch immer wieder Überraschungen parat hat.