mann mann mann... ich bin ja nu schon eher das, was man hier als alten sack bezeichnen würde. meinen führerschein klasse 3 hab ich jetzt seit ziemlich genau 30 jahren, als ich den gemacht habe waren motorisierungen von 50 bis 75 ps für ne familienkutsche normal. als blage kann ich mich noch dunkel an die zeit erinnern, wo es auf landstrassen noch kein limit von 100 km/h gab, sicherheitsgurte waren science fiction und sowas wie abs oder airbag gabs vielleicht auf der damals im fernsehen aktuellen enterprise. wider erwarten lebe ich trotzdem noch. mein erstes auto war ein ford taunus, baujahr 1971. ein einziges, grosses rostloch, wo man im winter im fussraum schlittschuh laufen konnte. die kiste hatte 55 ps, und so bei 140 war ende im schacht starrachse hinten mit blattfedern... kennt heute keine sau mehr. hauptsache, maschine lief, radio dudelte und man konnte von a nach b gondeln. aber das war völlig ok, die anderen hatten auch bloss nen kadett b oder nen käfer, hauptsache ne gültige hu... wir sind damals mit kleinen motoren angefangen, 75 ps konnte sich doch eh kein lehrling leisten. so hab ich gelernt, entfernungen und geschwindigkeiten einzuschätzen, und hab meine kilometer gemacht. learning by doing. mein fahrlehrer hatte seinerzeit nach der prüfung ne kleine rede gehalten... "herzlichen glückwunsch zu ihrer bestandenen führescheinprüfung. aber glauben sie ja nicht, sie könnten jetzt autofahren, sie haben lediglich die berechtigung erworben, wirkliches fahren zu elernen!" heute... gilt man mit nem 320i bei manchen schon als verkehrshindernis, die "wanderdüne" kommt ja eh nicht von der stelle... und säuft doch eh wie ein loch.... ich weiss nicht, aber men b20 geht auf der bahn auch über die 210 nach tacho hinaus, sooo lahm kann der garnicht sein. sicher entspricht der verbrauch nicht mehr den aktuellen vorstellungen von einem sparsamen auto, aber wenn man vernunftauto fahren will, wäre man sicher nicht hier. ich hab mein leben land heckantrieb gefahren, abgesehen von 3 fahrzeugen mit frontantrieb, und ich muss sagen, fronttriebler mag ich nicht. es wird den leuten seit mitte der 70er jahre vorgebetet, wie toll und sicher doch frontantrieb sei. ich weiss nicht, ich seh da eher nur die möglichkeit, ein auto billiger zusammenzubauen. heckantrieb finde ich persönlich als besser steuerbar, auch und grade im winter, aber wer bin ich schon... beim frontantrieb hat man alle kräfte auf der vorderachse, lenkkräfte, antrieb... dazu noch ne dolle servolenkung, damit das schön leicht geht. irgendwie verliert man dabei das gefühl zur strasse, zum untergrund. mit popometer fahren kann heute kaum noch jemand, man verlässt sich viel zu sehr auf die elektronischen helferlein. ich will aber selber fahren... FAHREN ! und keinen edv-kurs belegen, um ein auto zu starten. mein E-30 hat kein abs, kein asr, kein esp, kein humstibumsti. und ganz ehrlich, ich hab es auch noch nicht vermisst. ok, ich fahr ja auch schon ein paar tage auto. wenn man denn unbedingt mit einem E-30 anfangen will, von der übersichtlichkeit der karosse her gesehen sicher nicht der blödeste einfall, dann aber nicht gleich mit der grössten maschine. erFAHRungen sammeln kann man nicht, indem man aufs gas latscht und sich eins lacht, erfahrungen sammelt man, indem man den kopf beim fahren benutzt. fang mit nem 316 an. muss nicht der dollste oder schönste sein, technisch in ordnung muss er sein. fahr erstmal. lerne. und wenn dann ne alte kiste nen kratzer kriegt, weil man sich halt mal verschätzt hat, stirbt man nicht gleich. sowas kommt vor, auch wenn man es garnicht will. es passiert eben. die leistung kann man immernoch steigern, wenn man sich so langsam fit für was grösseres fühlt. aber was weiss ich denn schon...