Ohne jetzt hier groß auf das Bankenbashing eingehen zu wollen. Man muss sich doch vielmehr die Frage stellen: Wie kommt es zu einer Finanzkrise? - Die Antwort hat in fast ausnahmslos allen Fällen irgendetwas mit übermäßiger Verschuldung zu tun. Wer sich mit diesem Thema auf etwas höherem Niveau auseinandersetzen will, dem empfehle ich das Buch "This Time Is Different". Und woher kommen die Schulden? Nunja, ich würde sagen, viele Menschen (auch Politiker etc.) neigen dazu, zukünftigen Konsum in die heutige Zeit zu verlagern. Will sagen, sie verschulden sich. Die Gründe dafür sind sicher in irgendwelchen menschlichen Charaktereigenschaften/Verhaltensweisen zu finden. Wenn nun Finanzkrisen mit weiteren großen staatlichen Schuldenaufnahmen bekämpft werden, kann sich ja jeder vorstellen, dass das System dadurch insgesamt kaum gestärkt werden kann. Die Zyklen zwischen den einzelnen Krisen werden ingesamt eher immer weiter abnehmen. Die Banken sind hierbei nur ein Instrument des Systems. Dass sie ihren persönlichen Nutzen (=Profit) hierbei maximieren wollen, ist doch vollkommen klar. Das macht jedes privatwirtschaftliche Unternehmen im kapitalistischen System so. Und wenn man dann als Bank durch niedrige Leitzinsen mit Zentralbankgeld zugeschissen wird, dann muss man das halt auch irgendwo investieren..und dann steigen halt die Rohstoffpreise und Aktienkurse etc. Dass das dann aber nicht unbedingt etwas mit der "realen Wirtschaftsleistung" zu tun hat, sollte einem auch klar sein.