Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Themen in der Öffentlichkeit. Aber einmal eine kleine Ausnahme: Immer, wenn es mir nicht gut geht und mich vor Selbstmitleid kaum retten kann, denke ich an folgende Geschichte: Meine Mutter (BJ 1920) hat am Palmsonntag (28./29.03.42) den Luftangriff in Lübeck miterleben müssen. Sie war krank im Haus geblieben und ALLE Freunde, die nicht schon sowieso im Krieg gefallen waren, wurden im Lübecker Theater von den Bomben getötet. Keiner hat überlebt. Nur, weil sie krank war, hatte Sie Glück und wurde nur duch einen Bombentreffer in der Nachbarschaft relativ leicht verletzt. Auch musste Sie mit ansehen, wie die Kirchtürme in Lübeck fielen. Die vorher herabgestürtzte Glocke kann man heute noch in der Kirche sehen und ich bekomme immer Gänsehaut, wenn ich einmal dort bin. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Germany_Luebeck_St_Mary_melted_bells.jpg&filetimestamp=20080309221256 Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie man sich in so einer Situation fühlt und denke, alles was ich Negatives erlebe, sind wirklich nur Kleinigkeiten.