gluecksgefuehl hin oder her... ein baer der in einer nacht 25 schafe reisst und nen huehnerstall verwuestet ist einfach nicht auf dauer tragbar. weniger deshalb, weil er dem landwirt schaden einbringt, sondern deshalb weil das naechste mal ja zufaellig die baeuerin im stall sein koennte, wenn das vieh hereinkommt. tierschutz ist gut und ich finds echt schade, dass deutschland mittlerweile zu eng bevoelkert ist um tiere wie woelfe, luchse und baeren in normalen stueckzahlen zu ernaehren. andererseits ist so ein baer eben doch ein raubtier mit dem nicht zu spassen ist. gerade, weil es kaum noch ausgedehnte waelder gibt, ist die gefahr relativ gross, dass der baer mal auf einen menschen trifft. ohne die noetige scheu kann das verdammt gefaehrlich sein. ich bin dann insofern wieder egoistisch genug, dass ich lieber den baer erschossen seh als einen meiner freunde zerfleischt. so leid mir der baer auch tut. schade, dass das mit dem einfangen nicht geklappt, aber das ist nunmal wirklich sehr viel schwerer als den baer zu erschiessen (schliesslich arbeitet man hier mit nem luftgewehr mit kurzer tragweite, nicht mit einem grosskaliber jagdgewehr mit dem ein guter schuetze noch aus fast nem halben kilometer entfernung einen toedlichen treffer landen kann). ich halte die entscheidung also fuer richtig. vielleicht hat die ganze story ja zum anlass, dass mal wieder ernsthaft und produktiv drueber geredet wird, ob man nicht so tiere erfolgreich auswildern kann (und keine geistig verwirrten baeren, die gleich die naechsten wolllieferanten in den bankrott treiben ). waer natuerlich wirklich schoen, wenn es in abgelegeneren gegenden wieder mehr wildtiere gaeb (nicht nur baeren... auch woelfe, luchse, wildkatzen sind schon fast aus den alpen verschwunden). gruss wolfgang.