Hallo Fans, seit 1965 bin ich Mitglied beim ADAC. Habe mir oft überlegt, meine Mitgliedschaft zu kündigen, da ich nur sehr selten die "gelben Engel" gebraucht habe. Seit über 10 Jahren bin ich oft mit meinem Wohnmobil längere Zeit unterwegs, meistens in Spanien. Dabei hat es mich Ende Oktober 2010 erwischt. Ich wollte gerade vom Campingplatz nahe Rosas abfahren, als meine Frau feststellte, daß der linke Vorderreifen nahezu platt war. Wie es so ist, war es ein Samstag Vormittag. Habe also den ADAC in Barcelona angerufen und meine mißliche Lage geschildert. Der Herr am Telefon sprach sehr gut deutsch und wollte mir in ca. 1 Stunde Hilfe schicken. An diejenigen, die jetzt ein Grinsen im Gesicht haben und die Frage:"kann der nicht selbst einen Reserverad montieren?" erlaube ich mir die Gegenfrage: Hat jemand von Euch mal mit Fiat Bordwagenheber ein Rad gewechselt bei 3,5 to zulässigem Gesamtgewicht und Rasenuntergrund? Zu meiner Überraschung kam nach knapp einer Stunde ein verbeulter Renault Kleintransporter vorgefahren und der Monteur- so hoch wie breit- hat das Rad in knapp 10 Minuten gewechselt. Aber das war noch nicht alles. Er bot mir an, den originalen Reifen in seiner Werkstatt zu reparieren und wieder am Fahrzeug zu montieren (Ersatzrad war ein anderes Fabrikat!). Also fuhr ich in seine Werkstatt, wo um 13 Uhr noch rege Betriebsamkeit herrschte. Das Rad wurde sofort untersucht und es wurde festgestellt, daß sich mit der Zeit eine dicke Schraube in den Reifen gebohrt hatte. Das Schwierige war, die Schraube zu entfernen. Nach der Reparatur wurde der Reifen wieder gewuchtet und an das Fahrzeug geschraubt. Dann kam die größte Überraschung: für die ganze Reparatur einschließlich zweimaligem Radwechsel wurden mir 15,- Euro in Rechnung gestellt!! Obwohl nach meiner Ansicht die "Motorwelt" immer schlechter wird und fast nur noch aus Reklame besteht, werde ich weiterhin im ADAC bleiben. Allzeit "Gute Fahrt" Stefan