Ich hoffe die Entscheidung zugunsten des Motul 300V Öls sind nicht durch diverse Aussagen eines in Sachen Ölfrage herzlich verblendeten Herrn names Ingo Köth (Der redet nämlich immerzu von dem ach so hohen "Druckaufnahmevermögen" des Motuls. Diesen Wert gibt es so in dieser Form überhaupt garnicht) zurückzuführen. Den Zusammenhang zwischen Entwicklungszeitraum eines Motors und die Frage nach der nötigen Viskosität und/oder der Art des Grundöls (mineralisch, synthetisch) müsste mir dann doch jemand erklären. Zum Motul 300V sei aber gesagt, dass es wirklich ein reines Motorsportöl ist und zumindest im Alltagsgebrauch nichts zu suchen hat. Nicht umsonst hat das Öl keine einzige Herstelllerfreigabe oder gar eine ACEA Norm erfüllt. BMW LL-01 oder LL-04 schonmal garnicht. Würde es wohl auch nicht, da es gegenüber Alterung wahrscheinlich extrem anfällig und/oder das Dispergierverhalten eher schlecht ist. Das wissen natürlich auch die Jungs von Motul, weswegen man dem Zeug garnicht erst einem genormten Test unterzieht. Wozu auch, im Rennbetrieb wird die Suppe ja auch extrem oft gewechselt. Der Aussage von Motul "Übertrifft die Anforderungen von ACEA u. API" würde ich keinerlei Bedeutung beimessen Für den Alltagsgebrauch, sofern du den anstrebst, ist ein schnelles Durchölungsverhalten bei einem Kaltstart erheblich wichtiger, als beispielsweise der extrem hohe HTHS Wert den das Motul 300V natürlich hat. Bei eine 20W Öl ist dieses Verhalten aber definitiv nicht gegeben. Da kann es schonmal mehrere Sekunden dauern bis alle Lagerstellen erreicht werden. Für einen Gebrauchsmotor eher katastrophal. Ich würde dir daher bei einem alltäglichen Gebrauch deines Fahrzeugs eindringlich vom Motul abraten. (Bessere) Alternativen gibt es zur Genüge. Bei dem 300V von einem echten Öl auf Esterbasis zu reden wäre im Übrigen auch gelogen. Trotzdem sollte noch erwähnt werden, dass diverse Dichtungen im Zweifelsfall nicht besoders gut auf Ester (unter anderem Alkohol als Basis, siehe E10 Problematik) zu sprechen sind.