Selbstverständlich ist öffentlich rechtliches Fernsehen wichtig, denn wenn sämtliche Informationen nur aus privater Hand kämen, wäre keine vernünftige Nachrichtenversorgung möglich. Insbesondere die Springer-Presse ist da ein passendes Beispiel. Ich finde die privaten wie öffentlichen Sender absolut zum kotzen. Da mich wirklich absolut nichts von beidem anspricht finde ich es nicht ok, daß man aus der Gebührennummer nicht (einfach) herauskommt. Im Prinzip ist eine allgemeine Rundfunkgebühr bei einer guten Berichterstattung keine schlechte Sache. Mir geht es nur gewaltig auf den Keks, daß sich die Rundfunkanstalten ungebremst und ungefragt in alle Bereiche der Informationsversorgung ausbreiten und dafür das Geld beim Bürger holen können. Wozu gibt es unzählige Regionalprogramme ? Wer wollte DVB-T, das digitale Fernsehen ? Die alte analoge Fernsehantenne funktionierte schließlich bestens und darüber könnte man ebenso die neueren Fernsehsender ausstrahlen. Davon abgesehen ist der DVB-T Dreck immer noch nicht flächendeckend empfangbar. Man hat hier eher daß Gefühl, als wenn da ein paar Leute ein kleines Technikexperiment auf Kosten der Bürger angefangen haben - was wohl nie richtig vollendet wird. Wer wollte Internet-TV ? Auch dieser Mist ist nicht ausgereift und stellt nur einen Türöffner zum Abkassieren von Internetnutzern dar. Probiert doch mal vernünftig übers Internet zu fernsehen. Meist klappt es überhaupt nicht. All diese "Experimente" kosten aber unser Gebührengeld. Mir wäre lieber wenn es für Lizenzen ordentlicher Hollywoodfilme oder Sportübertragungen ausgegeben würde. Stattdessen gibt es aber nur billige Fernsehserien in Eigenproduktion. Billiger kann man kein Programm gestalten. (keine teuren Lizenzen oder aufwändige Actionfilme mit teuren Spezialeffekten.) Für was gehen unsere Gebühren eigentlich drauf ? Da es ja bald so sein wird daß alle Haushalte eine Gebührenabgabe löhnen dürfen, müsste die GEZ die eine oder andere Milliarde an Mehreinnahmen verbuchen können. Auch der letzte Schwarzseher muß jetzt schließlich zahlen. Da die GEZ anscheinend bisher mit ihren 17 Euro Rundfunkgebühren ausgekommen ist, stellt sich die Frage was mit diesen Mehreinnahmen letztenendes passieren wird ? Neue Technikexperimente vielleicht ? - Neue "Paläste" bauen ? Hmm, ich glaube jedenfalls nicht daß sie damit das Fernsehprogramm verbessern werden. Eigentlich müssten diese Mehreinnahmen in Form einer Beitragssenkung an die Bürger zurückgegeben werden, aber ich befürchte mal daß dieses Geld einfach nur geschluckt wird und verschwindet. Eine allgemeine Gebühr für alle Haushalte finde ich ok, aber nur unter diesen Bedingungen: 1. Eine unabhängige Prüfstelle muß einen angeforderten Mehrbedarf prüfen, so daß die Gebühren nicht für irgendwelchen Schwachsinn ins unermessliche steigen können. 2. Die GEZ gehört dafür komplett aufgelöst, sie hat keine Daseinsberechtigung mehr und stellt nur einen Kostenfaktor dar. 3. Überschusseinnahmen müssen zur Entlastung der Bürger in Form von Beitragssenkungen zurückgezahlt werden. Seit wann darf eine Behörde schließlich Gewinn mit Steuergeldern machen ? 4. Leichtere Regelungen zur Gebührenbefreiung. Auch wenn es schwer zu glauben ist, aber es gibt tatsächlich Menschen die alles an technischen Geräten ablehnen (Religiöse Gruppen z.B.) bzw. kein TV konsumieren. Es kann nicht sein daß man für etwas zahlen MUß, was man nicht nutzt. Die Behörden müssen das Gegenteil nachweisen - nicht wie gefordert der Bürger. Nach neuester Planung findet nämlich eine Beweislastumkehr statt, was im Falle eines vermeintlichen Rechtsstaates nicht sein darf. In Sachen Bildzeitung und Pro7 Gruppe ist es doch so einfach (und das macht sie wieder irgendwie sympathisch): Man muß deren Schrott einfach nicht kaufen oder einschalten - schon gibt es keine Kosten - fertig ! Warum kann es beim öffentlich rechtlichen nicht auch so sein ?