Laut Alpina gabs Fächer und Metallkats Alpina im bayrischen Buchloe ging noch umfangreicher zu Werke, um aus einem 535i einen B10 3.5 machen zu können. Die nicht nur räumliche Nähe zur Münchner BMW-Zentrale sorgt allerdings auch für noch bessere Grundvoraussetzungen um das Tuning zu realisieren. So bekam der im Hubraum nicht veränderte Motor einen modifizierten Motorblock und andere Kolben um eine innovative Kolbenbodenkühlung durch Öl zu realisieren. Die Motorhaltbarkeit bei Dauervolllast wurde so effektiv weiter gesteigert. Der Zylinderkopf, die Nockenwellen, Ventile, Kraftstoff-Einspritzventile und der Ölkühler wurden wie die gesamte Auspuffanlage mit Fächerkrümmer und Metallkatalysatoren geändert. Selbstredend wurde auch die Bosch Motronic neu abgestimmt, sodass der Motor im Prinzip ein komplett neues Triebwerk darstellt. Lohn der Mühe ist eine im Vergleich zu AC Schnitzer noch höhere Leistungsausbeute. Die Motorleistung stieg bei gleich gebliebenem Hubraum von 218 PS auf 254 PS bei 6.000/min. Das Drehmoment stieg von 305 auf 325 Newtonmeter. Das Hinterachsgetriebe wurde wie bei AC Schnitzer mit einem Übersetzungsverhältnis 3.73:1 kürzer als beim Ausgangsmodell ausgelegt – Gut für bessere Beschleunigung und noch satteren Durchzug. Der B10 3.5 beschleunigt mit der Mehrleistung von 43 PS aus dem Stand in 7,4 s auf 100 km/h und fährt laut Fahrzeugschein 252 km/h. Bei ein wenig Gefälle auf der Autobahn rasselt der Alpina aber auch schnell bei etwas über echten 260 km/h in den Drehzahlbegrenzer. Im Durchzug ist der Alpina dem 535i ebenfalls überlegen. Im Sprint von 60 aus 100 km/h im IV. Gang ist der B10 eine knappe halbe Sekunde schneller. Der Motorkit war bis zu einer Laufleistung von 50.000 km im Tausch mit dem Serientriebwerk verbaubar.