Ich habe zwar alle von Dir genannten Motorvarianten nahezu parallel gefahren, kann aber mit Fahrwerten nicht angeben - das können "Prospektleser" besser! Daher nur die "gefühlten" Fahreindrücke und die "handgezapften" Verbrauchswerte. Die Economy-Anzeige lasse ich dabei außen vor - es ist sowieso nur ein "Schätzeisen!" 316i/318i M 10: Robuster Kettenmotor, lediglich Ventilspiel regelmäßig einstellen. Wenn Du immer auf darauf achtest, daß genug Öl und Wasser auf der Maschine ist, und daß die Maschine rund 10 km gelaufen ist, bevor Du sie ins Kreuz trittst, kann so ein Motor gut und gerne 250.000 oder 300.000 km alt werden. Die Fahrleistungen sind zwar nicht berauschend, aber es reicht, gut im Verkehr mitzuschwimmen. Ich nenne den M 10 daher liebevoll "den alten Kettenhund." Es überrascht mich immer wieder (besser gesagt: Ich bekomme immer wieder ein freudiges Grinsen im Gesicht), wenn ich meinen Roten mit M 10-Motor im Frühjahr aus der Garage hole und der Motor auf der ersten Kurbelwellenumdrehung anspringt und sofort rund läuft. Ach so: Spritverbrauch zwischen 8 und 9 Litern/100 km, mit Servolenkung und je nach Fahrweise. 316i M 40: Wenn dieser regelmäßige Zahnriemenwechsel alle 40.000 km und das Einlaufen der Nockenwelle, bzw. der Verschleiß der Hydrostößel nicht wäre, wäre der 316i M 40 ein echter Nachfolger des M 10. Die Fahrleistungen sind moderat, es reicht, gut im Verkehr mitzuschwimmen. Auch hier gilt: Die ersten 10 km sollte der Motor in Ruhe gelassen werden (maximal 3.000 U/min), bevor Du ihn ins Kreuz trittst. Mir ist zumindest noch nie ein defekter Kopfdichtung beim M 40 untergekommen. Die Spritverbräuche liegen etwa zwischen 8 und 10 Litern/100 Km, je nach Fahrweise. 318i M 40: Sehr agiler Motor, sehr gute Beschleunigungswerte, sehr sparsam im Verbrauch, wenn nur nicht diese Empfindlichkeit in puncto Zahnriemen und Nockenwelle, bzw. Hydrostößel wären, wäre dieser Motor eine ideale Weiterentwicklung des M 10. Zahnriemenwechsel, genau wie beim M 40 B 16, alle 40.000 km. Auch hier gilt: Die ersten 10 km sollte der Motor in Ruhe gelassen werden, um ihn ausreichend auf Betriebstemperatur zu bekommen. Erst danach kann man auch den M 40 B 18 ins Kreuz treten. Die Spritverbräuche liegen zwischen sieben und zehn Litern/ je nach Fahrweise. Von mir werden beide M 40 liebevoll "Golfmotor" genannt. Übrigens: Ich fahre im Alltag einen M 40 B 18. Durchschnittlicher Spritverbrauch auf Benzinbetrieb: 9 Litern auf 100 km mit Servolenkung, 10 - 11 Litern bei Gasbetrieb. Der Motor hat inzwischen 369.600 - also fast 370.000 km gelaufen und wurde bei etwa 277.000 km revidiert. Kein Klappern, kein Rasseln, kein Zucken, kein ... Der Motor macht einfach Spaß (das Auto sowieso: reinsetzen und losfahren!), er ist sehr agil, Überholvorgänge werden bei warmer Maschine unter Umständen mit bis zu 5.000 U/min bewältigt. Man hat bei normaler Fahrweise nie das Gefühl, im falschen Gang zu sein. Da es sich bei meinem um einen Touring (der sowieso etwas schwerer als eine Limousine ist) mit einer Servolenkung handelt, sind da durchaus noch Reduzierungen von eta eineinhalb Litern/100 km bei einer Limousine denkbar. M 42 B 18: Eine reine Drehzahlsau! Der Motor läuft allerdings etwas rauher, wie seine "Hubraumkollegen." Er fühlt sich eher an, wie ein 1600 ti oder 2002 ti mit Doppelvergaser! Also völlig normal! Er spielt seinen Vorteil gegenüber dem M 40 B 18 in der höheren Drehzahl aus. Ansonsten sind die Fahrwerte ähnlich des Zweiventilers. Im Verbrauch ist der M 42 B 18 durch seine Vier-Ventil-Technik etwa einen Liter pro 100 km sparsamer - behält man seine Fahrweise vor. Ein großer Vorteil ist der Kettenantrieb, der einen regelmäßigen Zahnriemenaustausch überflüssig macht. Lediglich einen Kettenwechsel ist bei etwa 150.000 km notwendig. Der Motor lockt durch seine Spritzigkeit jedoch meist zu etwas forscherer Fahrweise, der Motor giert nach Drehzahlen, was wiederum durch etwas höherem Bezinverbrauch quittiert wird. Laufleistungen von rund 200.000 km sind keine Seltenheit, 300.000 km sind durchaus machbar. Fazit: Es kommt einzig und allein auf deinen Geldbeutel an, für welches Modell Du Dich entscheidest, da die Preise eines ordentlichen 318is fast astronomisch in die Höhe geschossen sind. Ob dir der etwa doppelte oder zweieinhalbfache Preis eines 318is gegenüber einem Zweiventiler es wert ist, mußt Du allein entscheiden. Ob die Preisgestaltung des Verkäufers dies gerechtfertigt, steht dabei nicht zur Debatte! Ich habe lediglich versucht, Dir einen kurzen Einblick in die Unterschiede zwischen den einzelnen Vierzylindervarianten zu geben. Für welches Modell Du Dich entscheidest - Viel Erfolg!