Da trauten die Polizeibeamten ihren Augen kaum: Ein höchst ungewöhnliches Gefährt ist einer Streife der Autobahnpolizeistation Holzkirchen (Lkr. Miesbach) am Dienstagnachmittag aufgefallen. So mancher Straßenkreuzer wird ja flapsig gern als "Schiff" bezeichnet − bei dem kuriosen Wagen, der auf der Autobahn A8 in Richtung München unterwegs war, trifft dieser Begriff den Nagel auf den Kopf. Vor dem Streifenfahrzeug fuhr die "Black Pearl" – bekannt aus der weltweit erfolgreichen Filmreihe "Fluch der Karibik". Klar, dass eine Kontrolle des Fahrzeugs nicht ausbleiben konnte − "immerhin musste ja festgestellt werden, ob die Piraten eventuell dem Rum zu heftig zugesprochen hatten", erklärt Hauptkommissar Adolf Rank. "Da es sich aber um brave Piraten handelte, waren alle vier Besatzungsmitglieder nüchtern." Die vier Männer aus England waren auf einer Art Wettbewerbsfahrt für die kultigsten Gefährte durch halb Europa unterwegs. Alle erforderlichen Papiere und Genehmigungen waren vorhanden. Den Beamten blieb also letztlich nur noch, den Seemännern "Mast- und Schotbruch" zu wünschen.