E30-Teile wurden vor mehr als 20 Jahren zuletzt in Großserie gefertigt. Für die Produktion und zur mittel-/langfristigen Ersatzteilvorhaltung. Auf Maschinen, die heute im deutschen Museum stehen würden. Von Herstellern, die es heute zum Teil nicht mehr gibt. Mit der Maßgabe, die im Verkehr befindlichen Autos bis zu 15 Jahre nach Serienfertigungsende "am Laufen halten zu können". Nicht mehr, nicht weniger. Die angelegten Vorräte sind irgendwann am Ende, den alten Hersteller gibt's nicht mehr oder er will nicht mehr ... mal eben mit der Zeichnung um die Ecke und bei Fiete an der Drehbank für 'ne Kiste Bier; die Zeiten sind vorbei. Ein neuer Hersteller will/muss auch was verdienen. Kleine Losgröße ist maschinell nicht wirklich rentabel, "handmade" je nach Komplexität nicht immer zu machen. Also der Traum jedes Kalkulators: Unklare Mengen zu offenen Terminen. Also plus 50% Mengenrisiko, plus 50% Ingenieursrisiko, plus x% Altunterlagenrisiko, plus x% Kalkulationsrisiko, plus, plus, plus ... und wir sind erst bei den Herstellkosten. Dazu V&V-Flöte und Verhandlungsmarge. Minus Einkaufsvorteil BMW, + BMW-Durchlauffaktor + Niederlassungs-/Händermarge inkl. Rabattzuschlag und Du hast einen Wert an der Teiletheke, der vom damals kalkulierten (Serien-)Preis derart abweicht, dass es einer Sau graust. Wenn Du nun einen gefunden hast, der die Risiken auf sich nimmt und Dir das baut, kommt der Markt und brüllt: zu teuer! War so, ist so, wird immer so bleiben. Aber das ist nur Psychologie. Real ist, dass Angebot und Nachfrage den Preis ausmachen. Du brauchst das Teil, es gibt welche, die es anbieten und der Interessent nimmt das Angebot an, das ihm am besten erscheint. War so, ist so, wird auch immer so bleiben. Mit oder ohne Internet und Leute, die Gebrauchtteilpreise mit Neuteilpreisen vergleichen. Und Jammerlappen, die alles nur beklagen. Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Im Thema Hobby verbietet sich sowieso jede Wirtschaftlichkeitsberechnung. Ok, die Frage: Wie komme ich günstig ran? ist und bleibt legitim. Ansonsten gilt die Marktwirtschaft. Für Sozialromantik ist da kein Platz.