In der nordischen Edda ist Loki ein Gott des Feuers, Gott der List und dämonischer Trickster, halb Gott, halb Riese, ein Gestaltenwechsler, der sich in Adler, Stute oder Lachs verwandelte ( BELLINGER, 1997, S. 280), auch in Fliege, Floh und altes Weib. http://www.sungaya.de/schwarz/aut/bild/31_lokikl.jpg Loki. RAFAEL ROMAN ARROYO, 2003 „Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug.” (Gylfaginning, 33) Name, Herkunft und Nachkommen Der Name Loki wird vom nordischen logi („Lohe”) abgeleitet ( BELLINGER, 1997, S. 280), was nach anderen allerdings unzutreffend ist ( STANGE, 1995, S. 413). GRIMM stellte Loki zu Logi, dieser ein plumper Riese und Naturkraft des Feuers, jener ein verführerischer Bösewicht, der den griechischen Prometheus und Hephaistos ähnele ( Deutsche Mythologie, I., S. 199f.). Andere Ableitungen sehen einen gemeinsamen Stamm der Wörter Loki und lat. locus („Ort”). Loki sei demnach „Geist eines Ortes”, ähnlich der römischen Vorstellung vom genius loci. Auch mit dem englischen luck („Glück”) wird Loki in Verbindung gebracht ( WALKER, 1993, S. 623). http://www.sungaya.de/schwarz/aut/bild/31_Loki-Skizzekl.jpg Loki. RAFAEL ROMAN ARROYO, 2003 Loki oder Loptr („Luftgott”) ist Sohn des Riesen Farbauti und der auch Nal genannten Laufey. Die soll ihn geboren haben, nachdem Farbauti einen Blitz auf sie geschleudert hatte ( COTTERELL, 1999, S. 188). Seine Brüder sind Bileistr und Helblindi, seine Frau ist Sigyn, deren Sohn Nari oder Narwi (Edda, Gylfaginning, 33) und Vali. Weitere Kinder hatte Loki mit der Riesin Angurboda. Im Riesenland Jötunheim zeugte er mit ihr den Fenriswolf, die Midgardschlange Jörmungandr und die Hel, welche allesamt Plagen der Asen wurden (Gylf., 34). Sein Sohn ist auch Sleipnir, der Hengst des Odin, den Loki in Gestalt einer Stute gebar (Gylf., 42).