So, jetz geb ich auch mal meinen Senf dazu Habe selbst auch schon ein paar "Dosenlackierungen" gemacht. Mit der richtigen Vorgehensweise und Zeit kann man schon ein sehr ansehnliches Ergebnis erreichen (Je nach Lackfarbe, kann sein dass du nie wieder einen Übergang siehst)! Bei einem E30 tut es mir zwar weh sowas zu sehen, aber wenn du es unbedingt machen möchtest, dann bitte semi-profesionell, und nicht irgendwie Vorweg: Die Feinspachtel reicht vollkommen. So große Unebenheiten hast du nicht, dass du eine Füllspachtel benötigst. Meine Vorgehensweise: Entrosten (Sieht bei dir schon sehr gut aus). Für ein tatsächlich rostfreies Ergebnis, hilft nur rausschneiden und neu. Das kann aber bei Doppelblechen schwierig sein.Feinsäuberlich anschleifen mit 800er - 1200er Schleifpapier (Achtung: Auch 2-5cm rundherum anschleifen)Blanke stellen grundieren (2-3 mitteldünne Schichten). Hierbei dafauf achten, dass du nicht zu weit aus dem angeschliffenen Bereich raus kommstAlles wieder mit 800er - 1200er schleifen. Hierbei alles, wo die Grundierung nicht am Blech ist, wieder wegschleifenSpachteln - Alles was zu viel drauf is, muss wieder weg Spachtelmasse schleifen (hierbei hilft ein Schleifblock, dass es wieder glatt wird) Auf keinen Fall unter 400er Schleifpapier gehen. Achtung dass du nicht zu viel lack rundrum weg schleifst. Zuerst nur auf der gespachtelten Stelle schleifen und wenns flach genug ist, kannst du großflächig, mit geraden Bewegungen schleifenSpachteln und Schleifen wiederholen, wenn es uneben ist. Alle Unebenheiten müssen gespachtelt werden. Sprühfüller gibt nur einen ebenen, kratzerfreien Lackuntergrund.Sprühfüllern. Vor der Lackierung darf keine Spachtelmasse mehr sichtbar sein (Das siehst du später im Lack)Sprühfüller und großflächig rundherum anschleifen. Orangenhaut des Sprühfüllers auf jeden Fall abschleifen! Man kann ruhig den Originallack 30-50cm um die Roststelle anschleifen. Basislackschichten: NUR den Füller lackieren. Es muss rundherum noch genug angeschliffener Bereich sein, falls Klarlack aufgetragen wird.Erste Schicht Basislack - Die Schicht darf wirklich nur "angenebelt" werden. Damit die nachfolgenden Schichten keinen rand zwischen Originallack und Füller werfen.Zweite Schicht Basislack - Diese schon etwas dickerDritte Schicht und folgende Schichten (Sofern notwendig) - Hier willst du absolute Deckung erreichen. Gerne etwas dicker auftragen, aber nicht zu dick. Sofern Klarlack:Ganz wichtig: Sprühnebel des Basislacks mit Silikonentferner abwischen (VORSICHTIG wischen. Kaum Druck ausüben)Erste dünne Schicht Klarlack auftragen - Die Klarlackschichten sollten den Großteil der angeschliffenen Fläche bedecken. Aber nicht darüber hinaus!Zweite und folgende Schichten (Bis gewünschtes Ergebnis erreicht): Nass in Nass lackieren, allerdings den Klarlack nicht zu Dick machen, sonst rinnt er gerne!Ein paar Wochen abtrocknen lassenJe nach gewünschtem Ergebnis mit 1200-2000er Papier nachschleifenPolieren (da ja noch angeschliffene Ränder vorhanden sind)Bei dir ist noch das Problem, dass du rund um ein Loch spachteln musst. Da kann es passieren, dass die Spachtelmasse reintropft etc. Da musst du evtl wieder ausbohren (Nicht einfach mitm bohrer reinfahren, sonst brichts wieder aus. Grundsätzlich kann man dafür mit 1-2 Tagen rechnen. Wenn man die Zeit nicht investieren möchte, ist man vielleicht beim Lackierer besser aufgehoben Aus deinen Bildern sehe ich, dass du grundsätzlich in einer Halle o.ä. bist. Dort kann ich empfehlen alle Türen und Tore zumachen und den Boden nass machen, damit man keinen Staub drin hat. Ich schleife auch gerne nass, da man dadurch auch ein besseres Ergebnis erreicht. Allerdings nicht bei blanken Stellen nass schleifen. Lack trocknet gerne im Sonnenlicht aus. Baustrahler o.ä. kann den Lack zum krusten bringen (Wenns zu warm wird). Falls du es doch schaffst eine Träne reinzubekommen gibts da ein paar Tricks, wie man die wegschleift ohne wieder rundherum durchzuschleifen. Hier noch ein paar Bilder meiner letzten Lackierung (Ist zwar kein BMW, kommt aber aufs selbe): Grüße, Markus