Ich möchte hier nur meinen Erfahrungsbericht schildern, einfach so, um zu zeigen, wie es gehen kann, auch, wenn eigentlich alles problemlos klappen sollte. Sodenn... Wie viele von Euch bestimmt mitbekommen haben, habe ich ja vor kurzem meinen EISENMANN-Auspuff montieren lassen. Hat soweit alles prima funktioniert, ich habe es nunmehr von meiner Werkstatt des Vertrauens machen lassen. Soweit alles prima, ich war happy und der nächste Schritt war die Eintragung desselbigen bzw. Abnahme durch den TÜV. "Alles easy", dachte ich, Teilegutachten nach § 19.3 im Original wurde ja von EISENMANN mitgeschickt. Damit also gschwind zum TÜV, DEKRA, wie auch immer, und damit auch die Voraussetzungen schaffen, damit ich mit dem Ding legal fahren darf. Also, gestern vor einer Woche bei der DEKRA angerufen, Anliegen geschildert und gefragt, ob ich Termin brauche. "Nein, brauchen Sie nicht, bringen Sie einfach all ihre Papiere mit, können wir direkt vor Ort machen, ohne Termin!". So die Aussage der echt netten Dame am Telefon. "Klasse, ich bin überrascht!". Und so tingelte ich heut vor ´ner Woche zur DEKRA und reihte mich in die wartenden PKW´s ein und wartete entspannt, bis ich dran kam. Kam ich dann auch. Leider traf ich offensichtlich auf einen Prüfer, der mal richtig kagge gelaunt war. Gehinkt hat er auch noch, womöglich ist ihm an dem Tag schon was auf die Tatze gefallen. Was ich möchte. Ihm dann kurz den Sachverhalt geschildert und alle Papiere unter die Nase gehalten. "Das geht heut auf keinen Fall mehr. Da brauch´ ich mindestens ´ne ganze Stunde (hä??) und schauen Sie mal, da warten noch zwei PKW und ein Motorrad, und um 12:00 machen wir zu (es war aber zu dem Zeitpunkt erst 10:45!). Keine Chance." Habe ihm dann freundlich gesagt, dass ich extra einen Tag zuvor noch gefragt habe, ob ich ´nen Termin brauche, was allerdings verneint wurde. Interessierte ihn ÄUSSERST peripher, wie ich den Eindruck hatte, was ich aus seiner folgenden Bemerkung "das sagen die immer so leicht!" schloss. Ich sagte dann noch "es geht ja nur um die Abnahme des ordnungsgemäßen Einbaus!". Antwort: ""Nur" ist gut!" Okay, ich sah in dem Moment meine Felle schwimmen gehen und mir wurde klar, ich werde mich mit dem heut nicht mehr einig . Nun gibt es hier auch noch einen TÜV, der samstags auch bis 12:00 offen hat. Prima, flitz´ ich da kurz rüber, können ja nicht alle so scheiße drauf sein . Ich also hingefahren. Welch freudige Überraschung: der ganze Hof leer, Halle offen, klasse, komm ich ja gleich dran, sieht gut aus. Dachte ich. Naja, immerhin, scheiße drauf waren sie nicht, aber: ich reingelaufen, dem auch meine Story erzählt und mein Papierwerk präsentiert. "Öhm, tut mir sehr leid, aber das wird heut nix mehr. Der Inschenör, der das machen kann, wurde dringend abberufen (in´s Wochenende, wie ich vermutete, oder seine Frau hat ihm noch eine Einkaufsliste auf Endlospapier gefaxt...) und ich darf das nicht machen, da kein Inschenör. Im übrigen sehe ich grade, das Teilegutachten (TG) ist ja schon von 1994, das anerkennen wir ohnehin nicht mehr. Ist vor 1997 und damit nicht mehr gültig." Wie er mir weiter erklärte, habe sich da eine sog. QM-Norm geändert und dadurch würden die TG vor 1997 ungültig . Ich versuchte ihn davon zu überzeugen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass mir EISENMANN ein altes Gutachten mitschickt, das gar nicht mehr gültig sein soll. Nutzte ja aber nix, er war ja nicht der Inschenör Gut, wie dem auch sei, auch diese Mission war damit gescheitert, denn Samstag, kein Inschenör mehr da, blödsinnige Diskussionen über TG ob gültig oder nicht. Fall erledigt, Kai hat ´nen mords Hals und verkrümelt sich unverrichteter Dinge wieder nach Hause . Am Montag dann beim TÜV nochmals angerufen, Fall nochmals geschildert. "Da müssen sie mit dem Inschenör direkt sprechen, der ist aber nur dienstags und donnerstags da." Gesagt, getan, am Dienstag angerufen und wieder die ganze Leier erzählt. Ergebnis: Inschenör natürlich grad wieder nicht mehr da, solle später nochmals anrufen. Langsam wurde ich echt etwas ungehalten. In dem Moment die Geschichte mit dem TÜV gestrichen, die Daggl sehen mich unter Garantie nie wieder. Plan B: nochmals bei DEKRA angerufen. Story wieder runtergebetet und der Dame am Telefon gesagt, dass ich am Samstag auf einen "etwas" unfreundlichen Kollegen von ihr gestossen bin. Sie sich immerhin gleich dafür entschuldigt und mich mit einem echt sehr freundlichen Inschenör verbunden, dem ich dann nochmals alles verklickerte. Er zeigte sich durchaus in der Lage, meinem Wunsch nachkommen zu können, müsse sich aber die Papiere ganz genau nochmals ansehen. Und wenn der TÜV schon sagen würde, das TG sei nicht mehr gültig... Hmmmmm... Er selber wäre ohnehin auch erst am Donnerstag wieder da Zwischenzeitlich brannte mir langsam der Faktor Zeit unter den Nägeln, da ich ja bald annen Edersee fahren will und ich den Schmirgel bis dahin endlich mal auf die Reihe bekommen wollte. Und nach den Aussagen des DEKRA-Menschen erkannte ich, dass immer noch ein nicht unerhebliches Restrisiko bestand, dass ich da wieder umsonst hinfahre. Sicherheitshalber habe ich zwischenzeitlich bei EISENMANN angerufen sowie ein Mail geschickt und denen mein Problem geschildert. "So ein Blödsinn, was die da reden! Das TG ist bis heute gültig, was Anderes haben wir nicht. Ich habe Ihnen nochmals eins zugeschickt. Gehense zu einem anderen Prüfstelle, die DEKRA ist ohnehin ein Saftladen!" Also, Plan C: meine Werkstatt angerufen, die den Auspuff verbaut hat. Mein Gebet zum x-ten mal runtergeleiert. Mein Meister war grad nicht da (klar, was auch sonst ), daher der Bürodame alles verklickert. "Alles klar, habe es notiert, rede mit ihm, er hat da jemanden von der GTÜ, dem er auch immer die Autos zur HU vorbeibringt. Er meldet sich morgen, spätestens übermorgen nochmals!" (das hätte also spätestens Donnerstag Mittag sein sollen, Anm. d. R.) Ich warte also geduldig bis Donnerstag Mittag, doch nix rührt sich, kein Anruf. Ich daher wieder aktiv geworden, und dort angerufen. "Öhm, der Meister ist diese Woche nicht mehr da." Äh, wat is :schreien: ?? In dem Moment hätte ich gerne ein alkoholhaltiges Kaltgetränk mit nicht unerheblich Umdrehungen zur Hand gehabt, ging aber nicht, weil im Geschäft. Okay. Kurz um Fassung ringen, Plan D entwickeln. Gut, ruf ich halt selber bei der GTÜ an. Versauen kann ich ja jetzt ohnehin nix mehr. Murphy´s Gesetz hatte zu dem Zeitpunkt schon gnadenlos und mit voller Härte zugeschlagen. Also mit der Dame telefoniert, die echt sehr nett war. Nach 5-Minütigem Gespräch stellte sich raus, dass wir uns gut kennen - ein eklatanter Lichtblick und ein Vorteil, der sich als Zünglein anner Waage entpuppen könnte , der gordische Knoten schien jetzt nachhaltig durchschlagen werden zu können. Termin ausgemacht für den gestrigen Freitag, 13 Hundert. Papiere vorab schon alle zugefaxt. Gestern dort dann vorgefahren, wo man mich schon erwartete Inschenör direkt anwesend, mit Handschlag begrüßt. Er habe sich meine Papiere bereits angesehen und mit seiner Zentrale telefoniert. "Völliger Blödsinn, dass das TG ungültig sein soll. Nicht nachvollziehbar!" Fahrense mal inne Halle, hammer gleich. Reingefahren - angeschaut, mit den Papieren verglichen, Anbau gecheckt, nicht mal ´ne db-Prüfung gemacht. Papiere gefertigt, nach 10 Minuten war die Sache erledigt!! Ich überglücklich vom Hof gefahren in der Bollenhitze. Superklasse, Edersee, ich komme Leute, es ist nix übertrieben an der Story, genau so hat sie sich zugetragen und ich hab´ ´ne geschlagene Woche gebraucht, um etwas eingetragen zu bekommen, was eigentlich nur Formsache hätte sein sollen. Es wurde eine Odyssee sondersgleichen, mit was ich niemals gerechnet hätte. Die ganze Mission verlief so, weil die Prüfer pure Willkür und Unfähigkeit an den Tag legten! Dafür habe ich keinerlei Verständnis und das ist das, was ich neulich schon mal als Servicewüste bezeichnete. Ich hätte alle umnieten können; mittlerweile schmunzele ich darüber, was will ich auch sonst machen... Für mich zählt nunmehr das Ergebnis, und darüber bin ich happy In diesem Sinne ein herzliches FUMP