Vollkommen Richtig Bastelbert und deshalb sehe ich es auch von der anderen Seite der Madailie. Es geht hier ebend nicht darum etwas länger zu arbeiten, denn das tun auch wir schon bei gleichen Lohn. Mehrarbeit sowie Samstagschichten werden auf dem Stundenkonto gut geschrieben, mit dem Haken das es sich füllt aber keiner in den Genuss kommt diese Freizeit zu nehmen weil der Personalstand es nicht mehr zulässt. (Versuch mal mit Zeitausgleichstunden Anziehsachen und Schulmaterial für die Kinder zu bezahlen) Jeder Mitarbeiter ist unverzichtbar um die hohen Produktionszahlen zu halten. Scheinheilige Subunternehmer schießen wie Pilze aus der Erde und ersetzen die fehlenden Stellen und auch das hat einen Haken: Wir arbeiten an der Produktionslinie mit Akkord und hier sind die restlichen Mitarbeiter bereits so ausgelastet, das fürs anlernen der Leiharbeiter keine Zeit mehr besteht. Arbeiten am Fließband benötigt eine gewisse Einarbeitungszeit was die Kollegen des Subunternehmens nicht haben, sie werden ins kalte Wasser geworfen. Wer nicht funktioniert fliegt. Zwei Jahre Probezeit, Gewerkschaft ein Fremdwort, Krank werden ist nicht gestattet. Wäre ich ein Hellseher, würde ich behaupten: In einigen Jahren haben wir nur noch Betriebe mit Geschäftsführern und geliehenen billigen Arbeitspersonal von Subunternehmern. Gewerkschaften werden durch weniger Mitglieder unwirksam Arbeitnehmerrechte werden nur noch von privaten Geldern durchgesetzt, die dir aber nichts nützen weil du austauschbar bist. aber auch nicht dich und ein Paar andere Kollegen generell gegen billiges Personal von Subunternehmer auszutauschen um flexibel zur Auftragslage zu handeln.