Also ich habe die letzten Monate in der Personalabteilung eines Lebensmittelproduzenten gearbeitet, habe u.a. auch bei Zeitarbeitsfirmen Leiharbeiter angefordert, um Produktionsspitzen "fahren" zu können und kurzfristig Zusatzaufträge einbuchen zu können. Grundsätzlich finde ich das Modell gut. Für i.d.R. weniger Qualifizierte bietet sich so die Möglichkeit, Arbeit zu finden und somit auch aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen, was sich sicherlich auch psychologisch nicht unbedingt schlecht auswirkt. Leiharbeiter, die überwiegend gute Arbeit verrichtet haben, die vergleichbar mit der Arbeit eines Festangestellten war, haben oft auch einen Arbeitsvertrag erhalten. Daher ist Leiharbeit schon eine Chance. Auf der anderen Seite ist es aber auch oft der Fall, das wir Leiharbeiter wieder nach Hause schicken mussten, weil sie entweder alkoholisiert zur Arbeit kamen oder einfach ungepflegt waren. So jemanden kann man nicht ans Band eines Lebensmittelherstellers stellen. Das ist nicht die Regel, zeigt aber auch, das es für Firmen oft nicht ganz einfach ist, passendes Personal zu finden. Aber vielleicht muss man dann auf Leiharbeit verzichten ..