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Kurze Anleitung zur Reparatur des Stellmotors der Zentralverriegelung. Hier aufgezeigt anhand des Stellmotors aus einem Cabrio.

Vorwort: Die Reparatur-Anleitung gibt keine Garantie oder Gewährleistung auf Funktion. Keine Übernahme der Verantwortung bei Schäden. Die Reparatur des ZV-Motors und arbeiten an der Fahrzeugelektronik geschieht auf eigene Gefahr.

Ausgangslage:
Der ZV-Motor reagierte gelegentlich, blockierte jedoch nach mehrmaliger Verwendung.

Schritt 1:
Stellmotor ausbauen und die Kappe entfernen.

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Schritt 2:
Das Gehäuse rundherum Vorsichtig mit einem Cutter-Messer an der gezeigten Stelle auftrennen. Es ist darauf zu achten, dass mit der Klinge nicht zu tief in das Gehäuse eingedrungen wird.
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Innenleben des Motors:
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Schritt 3:
Alle Komponenten aus dem Gehäuse herausholen und auf Schäden kontrollieren. Bei mir waren alle Komponenten soweit intakt. Der Schaden lag also am Elektromotor selbst.

Wichtig:
Vom originalen Elektromotor ist unbedingt das Ritzel zum antreiben des Kunststoffzahnrads zu übernehmen. Dieses kann mit etwas Aufwand und dem richtigen Werkzeug von der Welle gezogen und später auf die neue Welle aufgedrückt/aufgepresst werden.
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Den Elektromotor selbst habe ich geöffnet und gesehen, dass der Kommutator kaputt war und beim drehen die Wicklung des Motors zerstört hatte.

Schadensbild:
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Schritt 4 (Ersatzteilbeschaffung):
Verbaut sind in den ZV-Motoren Mabuchi-Motoren (zumindest in meinem Fall). Diese gibt’s zu kleinen Preisen auf Plattformen wie Aliexpress oder Temu.
Für die Reparatur meines ZV-Motors habe ich einen „Mabuchi FC-280SC312320“ und einen „GEE FC280-15150/45“ verwendet, weil ich keinen passenden Motor finden konnte der die richtige Welle, Wellenlänge, sowie den passenden unteren Gehäuseteil hatte.
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Wichtig:
- Die Welle oberhalb des Gehäuses muss mindestens 15mm lang sein und eine Verzahnung haben. Auf glatten Wellen hält das Ritzel des alten Motors sonst nicht. Der Mabuchi hatte eine Länge von 20mm. Diese wurde um ca. 4,8 – 5 mm gekürzt.

- Achtet beim Kauf darauf, dass der untere Teil des Motors passend zum Gehäuse der ZV ist. Das Kunststoffteil des Gehäuses muss links und rechts mittig zwei große Öffnungen haben. Mit diesen rastet der Motor im Gehäuse ein.

Hier noch einmal schön zu sehen die unterschiedlichen unteren Gehäuseteile.
Grünmarkiert ein Gehäuseteil das verwendet werden kann. Rot markiert ein unbrauchbares Gehäuseteil:
image.png

 

Schritt 5: (die Motoren verheiraten)

Dieser Teil ist nicht notwendig sollte man einen passenden Elektromotor gefunden haben.

Bei den beiden oben gezeigten Motoren ist das Metallgehäuse samt Welle des Mabuchimotors zu verwenden und der untere gelbe Gehäuseteil des GEE-Motors.
Hierzu kurzerhand die Motorengehäuse auseinander hebeln, passend neu zusammenstecken und durch einbiegen der seitlichen Haltenasen am Metallgehäuse den unteren Gehäuseteil sichern.

 


Schritt 6: (Löten)
Die von der Platine kommenden Kabel müssen nun mit dem Motor verbunden werden. Hierzu die Kabel durch die kleine Öffnung der Pins führen und anlöten. Wichtig ist hierbei auf die Polung zu achten. In meiner Konstellation kam das Pluskabel rechts und das Massekabel links.


Beim ersten Versuch hatte ich die Polung vertauscht was sich durch ein permanentes Auf- und Zuschließen der ZV-Anlage bemerkbar gemacht hatte. Passiert das bei euch auch -> Polung vertauscht.

Fertiger Motor, mit aufgepresstem Ritzel und gekürzter Welle:
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Schritt 7: (Provisorischer Zusammenbau des ZV-Motors und Test am Fahrzeug)

Anschließend den Motor einmal zusammenbauen und das Gehäuse provisorisch sichern. Die Wellen werden durch den Deckel fixiert. Bei geöffnetem Gehäuse neigt der Mechanismus dazu sich zu verkanten. Für den ersten Test am Fahrzeug reichen hier 2 kurze Schrauben und ein Kabelbinder.
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Den ZV-Motor jetzt wieder mit dem Kabelbaum am Fahrzeug verbinden und durch manuelles Bewegen des oberen Arms prüfen ob die Zentralverriegelung reagiert. Als Gegenprobe die Zentralverriegelung mit Schlüssel an der Fahrertür öffnen und schließen und prüfen ob der ZV-Motor entsprechend aus und einfährt.

Schritt 8: (Gehäuse zusammenkleben und Kappe drauf)

Letzter Schritt der Reparatur ist das verkleben des Gehäuses. Deckel abnehmen, Kleber vorsichtig auf den Rand des unteren Gehäuseteils auftragen und Deckel aufdrücken. Nach dem Aushärten die blaue Kappe wieder drauf und fertig.
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