Hallo Christian, ich hoffe, das klappt mit dem Antworten... Das Problem habe ich auch. Stützlager von Dörre mit Uniballager von Fluro in Teflon gelagert. Ich habe mich vorher lange damit beschäftigt und ging davon aus, dass der Drehausgleich beim Einlenken über die Kugel gewährleistet wird. Dann kam mir der Gedanke dass jenes Uniballgelenk im Spritzwasserbereich liegt und durch die hohe Druckbelastung natürlich ein erhöhter Verschleiss auftreten könnte und eindringender Schmutz dies noch fördert. Genaugenommen werden Uniballlager für statische Dreh- und Führungsaufgaben verwendet. Die Nutzung als Neigungsausgleich und gleichzeitige Aufnahme einseitiger Druckbelastung (also nur eine 50% tige Auflagerfläche) ist eher eine Zweckentfremdung dieser Erfindung. Im Motorsport ist das kein Thema, denn wenn kaputt, dann halt neu. Egal wie viele man verschleißt. Die Vorteile liegen ja auf der Hand. Also flux die Lager von Dörre HSC bestellt, passende Hülsen für das KW Gewindefahrwerk geordert und Vorfreude aufbauen. Dann kamen sie. Super gut gearbeitet. Sehr sauber und durchdacht ausgeführt. Aber die Kugel sitzt bombenfest. 20 cm Verlängerung benutzt; nichts. Lagerteller eingespannt und hepp. Aha, mächtig schwergängig. Zum Neigungsausgleich i.O. , aber da dreht sich mal nix. Vielleicht laufen die sich ein? Nö, bei dem Einbauprinzip hämmern die sich eher rein. Dachte ich mir doch. Aber was soll es, Erfahrung macht klug. Dann der Einbau. Federbein raus, entspannen, zerlegen. Kleine Hülse zuerst, dann Teller mit Uniball, Gewindeführungshülse von oben eingeschraubt, festziehen. Festziehen? Ja wie denn nur? Die 19er Schlüsselweite der Hülse ist zu hoch. Oder das Gewinde der Kolbenstange zu kurz. Wie auch immer, ein festanziehen geht nur mit einem Druckluftschrauber. Theoretisch, denn zum hämmernden Stakkato des Schraubers dreht sich die Kolbenstange fröhlich mit. Aber es scheint recht fest zu sein. Wenn nicht anders, dann noch Loctite. Also Feder wieder vorspannen und fertig. Das Ganze 2 mal und wieder einbauen. 1h später. Es ist vollbracht. Auf zur Runde um den Block. Und gleich beim ersten einlenken; spong…… die Feder springt. Naja, ist neu, passieren kann erst mal nix. 20 Km später wieder hochbocken. Das „spong“ nervt. Also Haube auf, einlenken, spong… . Na toll. Wieder ausbauen, zerlegen, prüfen, zusammenbauen, einbauen… spong!!!. FeuerFritz, Du hast nichts falsch gemacht. Es ist perfekt zusammengebaut. Ehrgeiz ist angesagt und ich habe ein bisschen Werkzeug und die ADAC Karte eingepackt und bin zur Testfahrt gestartet. Nach rund 40 KM und etlichen „Spongs“ fing es vorne immer lauter an zu klappern. Ergebnis: Die Gewindehülsen haben sich gelöst. Hab ich geschwächelt? Die waren doch fest?! Also neu anziehen (immerhin eine Umdrehung), etwas Sicherungsdraht und weiter geht’s. Wiederum nach 45 km das Klappern (Spongs erwähne ich schon nicht mehr). IKEA!!!! Nein, nicht der Möbelfritze. Ich Kriege Einen Anfall!!! IKEA! Die Muttern sind wieder los; aber in ihrer Position unverändert weil gesichert?! Was passiert da? Ahaaaa, ist logisch. Durch die ständige Drehbewegung beim Lenken und die nicht vorhandene Möglichkeit die Kolbenstange mit der Gewindehülse fest zu verschrauben (mangels fehlender Gegenhaltung) dreht sie die Kolbenstange aus der Hülse und es klappert. Eine Alternative wäre nun die Hülse mittels Loctite mittelfest zu sichern. Aber leider sind nach nunmehr 500 km (alle 30-40km Hülsen nachziehen) die Uniballs exakt so stramm und unbeweglich, wie zu Beginn, so dass diese Lösung nur zum erhöhten Verschleiß der unter der Uniballkugel liegenden Distanzhülse führen würde. Mal ganz abgesehen vom Verschleiß der Federteller durch die „Spongsche“ Reibbeanspruchung. Es ist auch nicht zu erwarten das die Uniballs sich irgendwann mal mitdrehen. Wenn, dann nur bei fortgeschrittenem Verschleiß durch ausgeschlagene Sitze. Es gibt Nutzer, wo das funktioniert. Doch das hat nichts mit Fachwissen zu tun sondern eher mit Zufall wegen grenzwertigen Toleranzen. Dies hat mir auch Fluro auf Nachfrage bestätigt. Es gibt diese Lager auch in „lockerer Form“. Wurde so eins verbaut, dann geht es besser. Obgleich der Verwendungszweck so nicht angedacht ist. Aber, und das sehe ich auch so, Motorsport Stützlager sind für den Motorsport und da reicht es immer. Jedoch konnte man es nicht glauben, dass die Uniballs als Drehausgleich bei einseitiger Belastung herhalten sollen. Zitat: „Mensch Meier, da gehört doch ein Axiallager drunter. Der Uniball führt doch nur“. Also, man sieht, wenn man nur lang genug nachdenkt und goolgelt, bringt es dennoch nichts. Aber dafür weiß ich jetzt, warum die KW Domlager teurer sind; die haben ein Axiallager unter dem Uniball verbaut und die ganze Schose ist abgedichtet. Und die hab ich jetzt geordert. Was die momentanen Lager anbelangt; wie gesagt, sehr gut gearbeitet, hochwertig aber leider vom Konstrukteur nicht zu Ende gedacht. Und so ist es IMHO auch bei allen anderen Herstellern, die kein separates Lager für den Drehausgleich anbieten bei Federbeinen ohne festsitzende Kolbenstange. Gruß Mick