Meine Eltern wohnen in einem Industriegebiet. Und eines Sonntags bin ich mal mit (echten) 90 km/h über dessen breite und leere Straßen gefegt. (Auch nicht viel schneller, als es meine Eltern oder Nachbarn an solchen Tagen machen.) Ein Zivilfahrzeug der Polizei, meinte mich dann von hinten blitzen zu müssen. 40 km/h innerorts zu viel lässt ja leider auch keine soo angenehme Strafe erwarten. Irgendwann kamen die ersten Schreiben (natürlich ohne Bild). Ich hab zurück geschrieben, dass ich nicht weiß wer da gefahren sein könnte. Das liegt direkt vor der Haustür meiner Eltern. Das könnten auch meine Eltern oder meine Freundin gewesen sein. Ich selbst könnte mich da an keinen Vorfall erinnern. Nach ein paar Schreiben hin und her, in denen ich auch nach einem Bild gebeten hatte, welches mir aber nicht zugesandt wurde, bin ich, als ich mal wieder daheim war auf's Amt gefahren. Ein junger Beamter suchte dann die entsprechende Akte heraus, und siehe da, da war ein Foto. Man erkannte das Nummernschild, und die hinteren Reflektoren. Nicht einmal der Autotyp war auch nur im entferntesten erkennbar, und schon gar nicht der Fahrer (von hinten wohl eh schwierig). Der junge Beamte setzte sich dann nach kurzer Absprache an seinen Schreibtisch, formulierte meinen Einspruch, und ließ mich unterschreiben. Er wies mich noch kurz darauf hin, dass evtl. die Gefahr bestünde, dass mir nun ein Fahrtenbuch auferlegt werden könne. (Für ein solches fallen übrigens extra Gebühren an! ) Aber angesichts dessen, dass es der erste solche Fall bei mir ist, hielt er es auch selbst für unwahrscheinlich. Ich ging das Risiko ein, und es musste niemand jemals diesen Strafzettel bezahlen.