Man kann über die vielen Dinge nur spekulieren und jeder hat wahrscheinlich auch andere gute oder schlechte Erfahrungen gemacht. Aber Fakt ist: Den Prüfer interessiert der momentane Zustand des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Abnahme. Und es zählt das, was in den Papieren eingetragen ist. Wenn ich dem Kerl nun erzähle ich möchte später noch dies und das abstellen, wird es unter Umständen auch nichts mehr an der Lage ändern. Schließlich herrscht beim TÜV keine Verhandlungsrunde, da zählen technische Fakten. Und wenn ein Fahrzeug bei der Vorführung auf 5 Sitzplätze zugelassen ist, diese aber nicht zum Zeitpunkt der Abnahme vorweisen kann, dann kann der TÜVer eben auch "Nein" sagen. (Je nach Pingelfaktor) Ein Beispiel: Fahre ich mit defekter Servolenkung vor, wäre es im Prinzip technisch kein Problem. Es könnte nichts passieren, man müsste halt nur kräftiger Lenken. Ähnliches bei defektem ABS - der Wagen könnte trotzdem noch voll gebremst werden. Defekte Nebelleuchten sind auch nicht tragisch - sterben wird keiner davon. Aber selbst wenn ich dem Prüfer dann erzähle ich hätte schon Ersatzteile bestellt oder wenn ich das Argument benutze: "Andere Autos haben noch nicht mal ABS / Servo / Nebellicht", dann würde man trotzdem durchfallen. Klar ist dies alles kein Vergleich zu einer fehlenden Rücksitzbank, aber wie Spiggy schon schrieb sind die TÜV-Leute bei uns sehr pingelig - warum nicht evtl. auch woanders ? Es wäre schon sehr ärgerlich wegen so einer Kleinigkeit durchzufallen. In der Praxis könnte ich mir bei unseren Ingenieuren in Hamm sogar vorstellen daß sie das fremde Lenkgetriebe gar nicht bemerken würden, aber eben die fehlende Rücksitzbank Nun ja, ich wünsche dir (wenn Du es versuchst) daß Du mit einem halbwegs normalen Menschen sprechen kannst. Zum Glück sind nicht alle Prüfer gleich. P.S. Ein Kollege von mir ist bei uns in Hamm wegen einer nicht funktionierenden Wischwasseranlage (hintere Heckscheibe / Fiat Brava) durchgefallen - kein Witz !