So wird es unserem schönen, alpinweissen 318i auch bald ergehen, da sich meine Mama zwanghaft in den Kopf gesetzt hat, sich einen Neuwagen anzuschaffen... Es ist wirklich eine Schande, da der Wagen in den letzten 2,5 Jahren so ziemlich alles an Technik neu bekommen hat (Fahrwerk, Motor, Auspuffanlage, etc...). Da mein 318is seit heute morgen an akuter Inkontinenz (Kühlwasser, Servo) leidet und derzeit nicht fahrbar ist, muss ich übers Wochenende auf den alpinweissen zurückgreifen, um von A nach B zu kommen und nachdem ich ihn gerade eine längere Strecke gefahren habe, muss ich sagen: Es ist ein echtes Drama! Der Wagen fährt sich trotz geschätzten 350tkm so wunderbar geschmeidig und makellos, dass es einem die Tränen in die Augen treibt, wenn man bedenkt, dass er bald in den Schredder wandern soll. Das einzige wirkliche Manko ist der Rost, der an einigen Stellen durchkommt und eine spinnende ZV. Aber die "vernünftige" Rechnung lautet so: Für den nächsten TÜV wären ca. 500 Euro fällig (vorwiegend Schweissarbeiten) und im Oktober schlägt die Steuer für Euro 1 zu Buche. Im Vergleich zu einem ach so tollen, neuen Auto natürlich eine unnötige Ausgabe. Vor allem wenn man bedenkt (O-Ton meiner Mutter) "was bei so einem alten Auto noch alles kaputtgehen könnte". eine solche Überlegung könnte ich durchaus verstehen, wenn es sich um irgend eine alte Schüssel mit Reparaturstau handeln würde, die häufig Ihren Dienst quittiert, aber nicht in diesem Fall. Als wir den Wagen kauften, war er in einem ungepflegten und desolaten Zustand und wurde mit viel Liebe und Sorgfalt wieder aufgebaut und ansehnlich gemacht. Das hat nicht zuletzt auch einige Euro verschlungen. Und nur, weil der Rost an wenigen (nichtmals kritischen) Stellen nagt, ein solch "gutes" Auto direkt abzuschreiben, empfinde ich als bar jeder Vernunft. Ich bedaure es zutiefst, dass ein so grundsolides Auto über den Jordan geht um einem schnöden Fiat Panda o.ä. zu weichen. Ich hätte ihn gerne gefahren, um meinen is zu schonen...