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Da ich grad dabei bin mein Wasserventil zu Reparieren, hier noch eine bebilderte Anleitung.

 

Original Teil Nr.64111386706 kostet immerhin 114,- Euro plus Steuer.

 

Falls das Wasserventil defekt sein sollte (erkennbar am Wassereinbruch auf der Fahrerseite/Fußraum oder siehe Bild 1) ,dieses ausbauen.

 

Nach erfolgtem Ausbau werden die Nieten, die es zusammenhalten mit einem 3mm oder besser 4mm Bohrer aufgebohrt (hierfür brauchte ich nicht mal nen Schraubstock), so daß man das Ventil auseinander ziehen kann (Bild 2 und 3).

 

Meistens sieht man dann gleich, daß die Gummidichtung (wie bei mir) porös und gebrochen ist.

 

Diese wurde von mir durch einen O-Ring mit der Bezeichnung R26 (Außen Durchmesser 35mm, Dicke ca.4 mm) ersetzt.

 

Danach das Ventil mit Hilfe von Gewindeschrauben M3 mit einer Gewindelänge von 32 mm und dazu passenden Muttern wieder zusammenschrauben, einbauen und sich freuen daß alles wieder dicht ist.

 

Nicht vergessen auch den Dichtring zum Anschluß am Heizungskühler zu erneuern.

Hinweise (hab das Prozedere gerade hinter mir):

 

Es handelt sich nicht um O-Ring R26. Der O-Ring muss die im Bild unten ROT markierte Fläche abdichten. R26 ist zu groß und liegt auf der GRÜN markierten Fläche auf, mit dem Resultat, dass das Kühlwasser durch die Nut an der Seite wieder ausläuft.

 

O-Ring R21 mit Innendurchmesser 28mm passt wunderbar.

 

O-Ringe sind meiner Erfahrung nach nur mäßig in Baumärkten (Obi, Bauhaus, Max Bahr) zu bekommen. Dort sind nur die gängigsten Größen geführt. Bei Aldi gabs mal ein O-Ring-Set - ansonsten im Fachhandel/Großhandel nachhören.

 

Den O-Ring habe ich zusätzlich leicht mit Dichtfett eingerieben - hätte es mir aber nicht extra gekauft...

 

Die Schrauben M3 x 40 habe ich mit der Metallsäge auf ca 33mm Länge gekürzt. 30er Schrauben sind zu kurz. Dazwischen gibts nichts (zumindest in den 3 Baumärkten).

 

Ausführliche bebilderte Anleitung:

 

http://e30-talk.com/allgemeines/t-teppich-management-fussraum-nass-kuehlwasser-waermetauscher-114936.html


Anhang:

Rückmeldungen von Benutzern

Empfohlene Kommentare

M50Tobi

Geschrieben:

Es gibt anscheinend verschiedene Heizungsventile. Mein Ventil ist komplett in Schwarz gehalten. (E30 320i vVFL Bj. 1985 ohne Klima) mein Dichtring hat einen Innendurchmesser von 35mm und eine Stärke von 1,5mm.

Janosch

Geschrieben:

So,

nur noch gut 2 Wochen bis für mich die Cabrio Saison wieder eröffnet wird.

Also mal einen Punkt auf der To-Do Liste angegangen.

Die Abdichtung des Heizungsventils.

Ich habe wegen des ab Werk bestellten Pollenfilters einen "Klimakasten" Dort ist die Verrohrung und das Heizungsventil etwas anders.

 

Ein Bild vom IST Zustand, deutlich sind die Kühlmitteltropfen zu erkennen. Das Auto steht seit Ende Oktober, das Kühlsystem ist drucklos und trotzdem Tropf es!

Auf dem Teppich ist zum Glück nicht so viel davon gelandet. Das meiste ist an den Rohren entlang gelaufen und hat sich unten im Heizungskasten gesammelt.

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Als erstes die Schläuche im Motorraum ab.

Merken: Rücklauf oben, Vorlauf vom Zylinderkopf unten.

Vor dem Ausbau des Ventils habe ich vom Motorraum aus mit einer Spritze und aufgesteckten Schlauch einen Großteil der Kühlflüssigkeit, durch das untere Rohr, abgesaugt.

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Im Fußraum dann den Faltenbalg für die die Fußraum Heizung hinten und die Lüftungsdüse für den Fahrerfußraum ausbauen.

Diese ist mit einer Schraube befestig und wird weiterhin mit mehren Rastnasen gehalten. Ausbau ist ein bisschen fummelig, mit sanfter Gewallt aber möglich.

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Um das Ventil mit den Rohren auszubauen erst mal die Rohrschelle Richtung Motorraum entfernen und die zwei Schrauben mit denen der Wärmetauscher befestigt ist raus drehen.

So hat man etwas mehr Bewegungsfreiheit um die drei Schrauben im Roten Kreis zu entfernen.

Bei mir ging es am besten mit einem 8er Ringschlüssel.

Die viereckigen Gegenstücke fallen nach dem entfernen der Schrauben gerne heraus, deswegen ist es Sinnvoll vorher einen Lappen in den Luftkanal unterhalb zu stecken.

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Der Wärmetauscher lässt sich beim Klimakasten relativ einfach herausziehen und geht mit etwas Gefühl unterhalb der Lenksäule vorbei.

Das Teil ist laut Aufkleber von 04.11.1991 und sieht eigentlich noch gut aus. Die paar Fusseln und Dichtungsreste ließen sich rückstandslos absaugen.

Der Ausbau des Wärmetauschers ist zur Ventilreparatur nicht notwendig, bot sich aber in meinem Fall, zur Kontrolle, an.

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Die Kühlmittelpfütze unten im Klimakasten habe ich ausgewischt.

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Zum öffnen des Heizungsventils die vier Hohlnieten aufbohren und die Gehäusehälften auseinanderhebeln

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Das zerlegte Heizungsventil.

Deutlich sind die zerbröselten Reste der Membran zu erkennen. Das Material hat sich in den letzten 30 Jahren so verändert das man es zwischen den Fingern zerreiben kann.

Ein Großteil der Membranreste wird sich im Kühlkreislauf verteilt haben. Hoffentlich ohne dabei irgendwas zu verstopfen.

So wie es aussieht ist die Membran nicht erst seit kurzem defekt. Das Ventil funktioniert also auch ohne Membran.

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Ich würde behaupten die Membran hat primär die Verbindung zwischen der Metallscheibe unter der Spule und dem Ventilgrundkörper und sekundär den Ventilschaft abgedichtet.

Da der Ventilschaft aber nur einfach durch die Membran gesteckt wurde kann das nicht 100% dicht gewesen sein.

Deswegen erfolgt eine zweite Abdichtung oberhalb.

Zwischen Metallscheibe und der Kupferhülse (die in der Spule steckt) durch einen O-Ring.

 

Ich habe mich deswegen dazu entschlossen auf eine Membran zu verzichten und die Abdichtung zwischen Ventilgrundkörper und der Metallscheibe einem O-Ring zu überlassen und den O-Ring oberhalb zu erneuern. Die Abmessungen der O-Ringe könnt ihr dem Foto entnehmen.

Zum verbinden der beiden Gehäusehälften kamen Zylinderkopfschrauben M3 x 35 mit Selbst sichernden Muttern und passenden U-Scheiben zum Einsatz.

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Zum montieren der O-Ringe verwende ich immer Silikonfett. Das erleichtert den Zusammenbau und unterstützt die Dichtwirkung.

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Vor dem Zusammenbau habe ich die Spule noch mal durchgemessen und getestet. 

Das Ventil ist stromlos offen. 

Legt man 12 Volt an die beiden, mit + und - markierten Kontakte an fährt das Ventil aus und zieht ca. 1 A.

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Auch der Übergang vom Ventil zum Wärmetauscher bekam neue O Ringe. Die Kerbe in den Rohren passt verdrehsicher in die Muffe am Wärmetauscher.

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34 Jahre Altersunterschied zwischen zwei O-Ringen

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Vor dem einschieben des  Wärmetauschers in den Klimakasten habe ich noch die bröseligen Reste der Umlaufenden Schaumstoffdichtung entfernt und durch Kompriband ersetzt.

image.png

 

 

 

 

Der Zusammenbau erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge.

Nicht vergessen den Stromanschluss vom Ventil wieder einzustecken!

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Zum Schluss noch die beiden Schläuche im Motorraum wieder aufgesteckt (wir erinnern uns: Vorlauf vom Zylinderkopf unten, Rücklauf Richtung Thermostat oben)

Die Fließrichtung ist auch auf dem Heizungsventil eingegossen.

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Abschließend noch etwas Kühlmittel aufgefüllt.

Vermutlich muss ich nach der ersten Probefahrt noch mal etwas nachfüllen.

 

Ein Alter BMW Meister hat mir mal den Tipp gegeben die Heizung immer etwas mitlaufen zu lassen.

1. ist das Ventil dann stromlos (ca. 1 A weniger Verbrauch) und viel wichtiger

2. der hintere Teil vom Zylinderkopf wird besser gekühlt weil dort direkt der Vorlauf zum Heizungswärmetauscher abgeht.

 

Die Regelung der Heizleistung im Innenraum erfolgt ausschließlich über eine Klappe im Heizkasten welche die warme Luft aus dem Wärmetauscher mit der kalten Außenluft mischt.  

Das Ventil kann nur auf oder zu und wird auch nicht, wie bei moderneren Konstruktionen angetaktet.

 

Dreht man also den Temperaturegler nur ein ganz kleines bisschen Richtung heizen, dann kommt nur relativ wenig warme Luft aber das Heizungsventil ist offen und der hintere Teil vom Zylinderkopf wird besser durchspült.

Im Prinzip nichts anderes als den Vor und Rücklauf mit einem Stück zwischengesteckten Rohr direkt im Motorraum kurz zu schließen und den Heizungswärmetauscher zu umgehen. 

Hat man immer so ein Stück Rohr dabei könnte man trotz defekten Wärmetauschers die Fahrt noch fortsetzten.



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