Ich bin auch von der Opelkrise betroffen, versuche aber trotzdem mal unbefangen zu argumentieren. Finanzielle Unterstützung vom Staat sehe ich als Gerechtfertigt, allerdings unter der Bedingung das mit straffen und sehr gut durchdachten Konzept der Betrieb für lange Zeit gesichert und dadurch Arbeitsplätze bei Opel, Anlieferfirmen und Mittelständischen Betrieben auf längere Zeit gesichert sind, sowie einen Kontrollverlust von GM. Die Zeit wird immer knapper, schon jetzt melden Zulieferer Insolvenz an weil sie die Krise und den Absatz durch den Produktionsstillstand nicht mehr abfangen können. Sollte sich die Suche nach Lösungen noch weiter in die Länge ziehen, wird es selbst nach wieder vollen Anläufen der Produktion schwierig diesen durch fehlendes Material aufrecht zu erhalten. Natürlich ist keinen geholfen wenn Steuergelder in Betriebe gepumpt werden, anschließend die Leute trotzdem auf die Strasse gesetzt werden und der Steuerzahler doppelt belastet wird. Wie schon angesprochen haben die herzlosen und schlecht organisierten Rettungsmaßnahmen der Vergangenheit einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen, für diese Art von Unterstützung auch von mir ein klares „no go“ Wir dürfen jetzt nicht alles in einen Topf werfen, den hier geht es um einen kompletten Untergang eines Unternehmens mit Zulieferfirmen und kleineren Betrieben Abbau von Arbeitsplätze hat es immer schon und wird es auch weiterhin (auch in allen anderen Betrieben) geben. Ich kann euch aber eins mit Sicherheit sagen! Wenn Opel untergeht wird es einen gewaltigen Ruck in der gesammten Arbeitswelt in Deutschland geben den sehr viele in ihrer Familie zu spüren bekommen.