Die Menschheit schreitet fort und manchem Wichte
Wird bei den vielen Widersprüchen bange;
Fast jeder fragt, wohin er denn gelange,
Und zweifelt immerdar an dem Berichte.
[Peter Lebrecht aka Gottlieb Färber aka Johann Ludwig Tieck]
An der unwiderstehlichen Gewalt der Verhältnisse scheitert selbst der beste Mann, und von ihr wird ebenso oft der mittelmäßige getragen. Aber Glück hat auf die Dauer doch zumeist wohl nur der Tüchtige. [Helmuth Karl Bernhard von Moltke]
Worte, die von Nahem sprechen und doch in die Ferne deuten, sind gute Worte. Sich mit Wichtigem befassen und doch in die Breite wirken, ist ein guter Grundsatz. [Meng Ke aka Pinyin Mèngzǐ aka Mencius aka Mengzi]
Ein offner Wald am Straßensaume
Ist dein Gedicht, du mussts ertragen,
Reibt sich an seinem schönsten Baume
Ein Schwein mit grunzendem Behagen.
[Nikolaus Franz Niembsch Edler von Strehlenau aka Nikolaus Lenau]
Viel' Klagen hör' ich oft erheben
Vom Hochmut, den der Große übt;
Der Großen Hochmut wird sich geben,
Wenn uns're Kriecherei sich gibt.
[Gottfried August Bürger]
Je mehr sich der Verstand des Menschen breitet, desto mehr verdrängt er die übrigen Elemente seines Innern, von denen er zuletzt gar nichts mehr hören oder sehen will. Und was bleibt schließlich noch von dem wirklichen Menschen übrig? — Nichts weiter als kalter, aufgeblasener Verstand. [Martin Trevor Heinrich]