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Die eigene Schrauberwerkstatt einrichten

 
Verfasst von Hausmeister , 09. Nov. 2017 18:24 | Zuletzt aktualisiert: 20. Nov. 2017 23:39

Wenn die Garage zur Garage wird – die eigene Schrauberwerkstatt einrichten

Im Allgemeinen deutschen Sprachgebrauch ist die Garage der Ort, wo das Auto witterungsgeschützt geparkt wird. Im englischen Sprachgebrauch (und auch im deutschen, aber weniger üblich) bezeichnet das Wort aber auch eine Autowerkstatt. Wenn also die heimische Garage zur Schrauberwerkstatt wird, ist sie im engeren Wortsinn gar nicht umfunktioniert. Aber was braucht es denn nun für eine Werkstatt? Die Ausrüstung hängt letzten Endes davon ab, was man selbst machen will und kann und für welche Fahrzeuge die Werkstatt genutzt wird. Denn Motorrad, Auto und Kleintransporter unterscheiden sich dann doch.


Zuhause schrauben hat Vorteile

Man muss natürlich nicht für jede Kleinigkeit in die Werkstatt fahren. Vieles kann auch zu Hause erledigt werden. Reifenwechsel, Ölwechsel, Zahnriemen austauschen oder defekte Lampen wechseln sind kein Hexenwerk. Wer ein wenig handwerklich begabt ist und über ein bisschen Erfahrung mit Werkzeug verfügt, bekommt das mit den entsprechenden Anleitungsvideos aus dem Internet leicht hin. Das macht erstens Spaß und ist zweitens kosteneffizienter als der Besuch einer Autowerkstatt. Freie Zeiteinteilung inklusive - wenn der Wagen in der Werkstatt steht, wartet man ja normalerweise, bis sich jemand darum kümmert. Zu Hause geht vieles mal eben schnell nach Feierabend oder am Wochenende.


Die richtige Ausrüstung macht's

Wenn in der Garage eine Werkstatt eingerichtet werden soll, muss da erst einmal ein Fenster sein. Denn ausreichende Belüftung ist wichtig, sonst droht Erstickungsgefahr. Ein Stromanschluss und ein Wasseranschluss werden ebenfalls benötigt, denn sowohl elektrisches Gerät als auch eine Gelegenheit zum Händewaschen sind mehr als nur praktisch.

An die Wand oder in die Ecke gehören Halterungen für Winter- und Sommerreifen. Denn der Reifenwechsel ist eine Sache, die der Hobbyschrauber auf jeden Fall selbst erledigen kann. Haken für Arbeitskleidung an der Wand sind ebenfalls eine gute Sache. Werkzeuge werden am besten in einem staub- und feuchtigkeitsdichten Werkzeugkoffer aufbewahrt, größeres Gerät gehört in einen entsprechenden abschließbaren Schrank. Der sollte massiv sein, um auch schweres Gerät wie Wagenheber zu halten. Offene Regale sind weniger geeignet, weil Werkzeug und Ersatzteile da schnell verdrecken. Und verdreckte Geräte sind meist ein Sicherheitsrisiko.

Sehr nützlich ist ein passender Transportroller, das Arbeiten im Liegen unter dem Wagen erleichtert. Ist der Transportroller vorhanden, wird keine Hebebühne benötigt, und es muss auch keine abdeckbare Grube in der Mitte der Garage ausgehoben werden. An Werkzeug sollte vorhanden sein:
- ein Ratschenkasten, möglicherweise mit Druckluft betrieben
- ein 174teiliger Steckschlüsselsatz
- ein Satz Innensechskant- oder Imbusschlüssel
- ein Schraubenschlüssel- oder Ringschlüsselset
- ein Akkuschrauber
- ein Feilensatz
- eine Eisensäge
- Kabelbinder
- ein Lötkolbenset
- eine Klemmzange
- ein Magnetstab
- ein Nietstab mit Nieten
- eine Rohrzange
- ein Schwingschleifer
- ein Winkelschleifer
- Sandpapier
- Schweißbedarf
- Klebeband

Außerdem gehören verschiedene Öle und Flüssigkeiten zum Nachfüllen in die Werkstatt. Politur, Schwämme, Tücher und Bürsten haben sich in der Praxis ebenfalls bewährt. Das Werkzeug sollte nicht als Sonderangebot beim Discounter gekauft werden, sondern aus dem Fachhandel stammen. Denn nur so ist die Sicherheit garantiert.


Geht nicht mehr? Gibt es.

Früher waren Reparaturen am eigenen Auto recht einfach durchzuführen. Das ist leider nicht mehr so, denn in die Wagen werden immer mehr Elektronik und Computertechnik verbaut. So kann es sein, dass ein Reifenwechsel aufgrund diverser verbauter Sensoren nur noch in der Fachwerkstatt gemeinsam von Informatiker, Elektrotechniker und Mechatroniker durchgeführt werden kann. Was selbst zu Hause erledigt werden kann, muss im Zweifelsfall mit dem Betriebshandbuch herausgefunden werden. Denn Sensoren stecken inzwischen überall im Auto, die Bordelektronik ist komplex geworden.





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