Hallo erst mal, hab mich angemeldet, weil ich gerne klarstellen möchte, dass die Visco-Kupplung beim Synchro als VT (Visco Transmission) eingesetzt wird. D.h., das gesamte Antriebsmoment zur Hinterachse wird über die Visco-Kupplung übertragen. Der Synchro hat allerdings eine kleine Achsübersetzung (i=1,...?), was darauf hinaus läuft, dass die Längstwelle zwar langsam läuft und somit Unwuchtprobleme erst gar nicht auftreten, aber umso höhere Momente übertragen werden müssen. E30 hat ein Centre-Differential. Das Drehmoment wird um einen fixen Betrag zwischen Vorder- und Hinterachse aufgeteilt. Ich glaube VA:HA=40:60 (kann aber auch 30:70 sein). Weil dies nicht mit einem konventionellen Kegelraddifferential möglich ist, der immer 50:50 aufteilt nutzt man dazu ein Planetenrad-Differential. Die Visco-Kupplung ist mit seinen Innenlamellen mit der VA und Aussenlamellen mit der HA verbunden. Wenn Drehzahldifferenzen auftreten, weil eine Achse aufgrund fehlendem Grip durchrutscht wird dies über die Kupplung abgebremst und somit Moment an die Achse übertragen, die einen höheren Reibwert zwischen Reifen und Belag hat. Generell kann man die gefahrene Geschwindigkeit mal 10 als Achsdrehzahl ansetzen. Beispiel: Tacho 100 km/h ==> Achs-/Rad-Drehzahl 1000 1/min. Achsübersetzungen bewegen sich meistens zwischen 3-4. Beispiel Achsdrehzahl 1000 1/min ==> Längstwellendrehzahl 3.000 - 4.000 1/min. Ausser VW Synchro, die wie beschrieben lieber höhere Momente übertragen als die Unwuchtprobleme zu bekämpfen. Gruß Pitjupp