Ein Keilform-Fahrwerk "damit man's sieht" ist physikalisch blödsinnig. Die Keilform ist ein Kompromiß zwischen Tieferlegung und Beladungsfähigkeit, und bringt bestenfalls bei Geschwindigkeiten über 140 km/h geringe Vorteile wegen des Spoilereffektes. Wenn Du es "schick" magst, mach, was Du willst. Wenn Du die Bodenhaftung verbessern willst, gib dem Auto neue Gummis (Querlenker, Tonnenlager, Domlager vorn und hinten, Hinterachslager, Stabibefestigung vorn und hinten, Stabistreben vorn und hinten, Getriebeabstützung) und neue Dämpfer (Koni rot, wie Serie, aber gut für die nächsten 120.000 oder Koni gelb, deutlicher Komfortverlust, aber besserer, weil häufigerer Straßenkontakt, verbunden mit einer geringfügigen Tieferlegung - nur auf unebenen Strecken - wegen der progressiven Charakteristik). Mit dem Untersteuern solltest Du danach keinen nennenswerten Kummer mehr haben. Falls doch: Dickerer Stabi vorn (synchronisiert das Einfederverhalten der Vorderräder, mindert Seitenneigung und Übersteuern), dickerer Stabi hinten (synchronisiert das Einfederverhalten der Hinterräder, mindert Seitenneigung und Untersteuern). Die Unterschiede (auch im Komfortverlust) zwischen den lieferbaren Stabiversionen sind allerdings heftig. 20 anstelle serienmäßig 16,5 mm vorn ist nach meinem Verständnis schon nur noch eingeschränkt alltagstauglich. Aber das sagt meine Frau auch schon über die gelben Konis ... Wenn Du danach immer noch nicht zufrieden sein solltest, versuche erst gute Reifen mit kleinen Schräglaufwinkeln (z. B. Conti Eco Contact), danach erst eine moderate Tieferlegung (z. B. 20/0 oder 40/20). Rechne aber mit einer müdigkeitsbedingten "Tieferlegung" von etwa 10 mm von Haus aus, und mit stark eingeschränkter Bodenfreiheit ab spätestens 60 mm (s. Berichte über aufgerissene Ölwannen). Zum Simulieren des Keilform-Effektes bei hohen Geschwindigkeiten schnalle Dir ein Türblatt auf den Dachgepäckträger und unterlege hinten ein 12 bis 14 cm hohes Kantholz - der Effekt ist sehenswert. MfG Schraubfax