Mir ist nur ein E39 M5 bzw S62B50 bekannt der vernünftig auf Gas läuft. Er gehört dem User MrG aus dem E39 Forum (www.e39-forum.de). Der Wagen läuft mit einer ICOM JTG. Der o.g. User war selbstständig mit der Firma ZAK24 und hat den Wagen selbst umgebaut um zu zeigen was alles möglich ist. Auch die Corvette C6 seines Vaters hat er umgebaut, hierfür waren allerdings zwei ICOM JTG nötig. Der Wagen war auch in einem Beitrag von DMotor auf DMAX zu sehen wo Tim Schrick ihn testete. Grundsätzlich ist der S62B50 also auf Gas lauffähig, allerdings halte ich die allerwenigsten Gasumrüster für fähig genug den Motor umzubauen. Wer meint Schema F auf den S62 übertragen zu können wird zwangsläufig scheitern. Hier wäre der M60 bzw. M62 die deutlich bessere Wahl, weil der S62 nie wirtschaftlich auf Gas laufen würde. 1. würde ich das ohne weiteres keinem Umbauer zutrauen 2. wären die Umbaukosten nicht wirtschaftlich 3. Die Kühlung vom S62 ist ausgereizt (Stichwort Kennfeldthermostat und 114° Kühlermitteltemperatur im Teillastbereich, da wo ein gasbetriebener Motor überwiegend ja auch läuft) 4. Stegbereich zwischen den Zylindern ist beim S62, bedingt durch die große Bohrung sehr dünn und anfällig gegen thermische Probleme jeglicher Art. Das Thema Kühlung wär für mich auch der Grund den M62 nie ohne Modifikation umzubauen. Ich habe bereits zu viele M62 LPG gesehen die durch die Gasanlage Zylinderkopfschäden davongetragen haben. Dem könnte man entgegenwirken wenn man das Kennfeldthermostat rückrüstet gegen ein normales Thermostat aus dem M60. Hätte auch den Vorteil, dass wenn man vom Teillastbereich in die Volllast geht einiges an Leistungsplus bekommt. Das würde ich im Grunde eh jedem M62 Piloten empfehlen. Der Systemdruck und die Temperatur sind auf Dauer einfach zu hoch für die Bauteile (Kühler, Schläuche, Ausgleichsbehälter).