Ist es nicht eine Unart, nie den Augenblick der Gegenwart ergreifen zu können, sondern immer in der Zukunft zu leben? [Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist]
In jedem Kelch der Trübsal, den Gott den Menschen reicht, ist ein Tropfen Honig; aber man schmeckt ihn oft erst, wenn man den Kelch bis auf den Grund geleert hat. [Charles Haddon Spurgeon]
Um die Vergangenheit in Form eines Bildes heraufzubeschwören, muss man sich von der gegenwärtigen Handlung lösen können, muss man dem Nutzlosen Wert zumessen können, muss man träumen wollen. [Henri-Louis Bergson]
Nichts zeigt die Ärmlichkeit des Geistes deutlicher an als die Tatsache, dass man nur auf Kosten anderer Leute geistreich sein kann. [Fernando Antonio Nogueira de Seabra Pessoa]
Ein gut denkender Witzkopf ist wegen seiner Aufgewecktheit beliebt wie das Eichhörnchen, beißt nur, wenn man es gröblich neckt, und beleidigt nie, ohne lange genug geknurrt zu haben. [Karl Julius Weber]
Fällt von ungefähr ein fremdes Wort in den Brunnen einer Sprache, so wird es solange darin umgetrieben, bis es ihre Farbe annimmt und seiner fremden Art zum Trotze wie ein heimisches aussieht. [Jacob Ludwig Karl Grimm]